| RK Name | RK Wenings |
|---|---|
| RK Vorsitzender | Jürgen Sträßle Borngasse 12 63697 Hirzenhain Telefon: 0175-6320786 Mail: StraessleJ@t-online.de |
| RK Heim/ Treffpunkt | RK Heim Am Hain 12 63688 Wenings |
| Mitgliederanzahl | 126 Mitglieder |
| Interessen/Tätigkeiten/ Schwerpunkte der RK | Schießsport Sicherheitspolitische Themen |
| Gibt es eine RAG Schießsport? | RAG Wenings Schießstätte: Schützenhaus Ulmbach Am Schützenhaus, 36396 Ulmbach Dauertermin: jeden 1. Freitag im Monat |
Zwischen Mündungsfeuer und Wetterleuchten: Reservisten trainieren in Stadtallendorf
STADTALLENDORF (ol). Bei sommerlichen Temperaturen und unter wechselhaften Wetterbedingungen absolvierten Reservistinnen und Reservisten der Kreisgruppen Oberhessen und Osthessen ein zweitägiges Ausbildungssommerbiwak in Stadtallendorf. Im Mittelpunkt standen ein anspruchsvolles Nachtschießen mit dem G36, die Vorstellung des neuen Sturmgewehrs G95 sowie Ausbildungsstationen zu Sanitätsdienst, Karten- und Kompasskunde und Feldpostensicherung.
Bei Temperaturen um die 30 Grad versammelten sich am letzten Freitag im Mai zahlreiche Teilnehmende der Kreisgruppen Oberhessen und Osthessen. Bereits am späten Nachmittag warnte der Offizier vom Wachdienst (OVWa) der nahegelegenen Herrenwaldkaserne und der dazugehörigen Schießanlage die Reservisten über ein möglicherweise am Abend aufziehendes Gewitter. „Ich bin als Artillerist gewohnt, dass es in der Nacht blitzt, dennoch war mein Blick nicht nur auf die Schießbahn sondern auch immer wieder in den Himmel gerichtet“, schmunzelt der Leitende der Veranstaltung, Oberstleutnant der Reserve (OTL d.R.) Klaus Merklinger. Später dann sollte der diensthabende Hauptfeldwebel der Division Schnelle Kräfte aus Stadtallendorf Recht behalten, heißt es in der Pressemitteilung der Pressemitteilung der Kreisgruppe Oberhessen (LK Hochtaunus, Wetterau, Gießen und Vogelsberg) des Verbandes der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V.
Nach dem Eintreffen der Teilnehmenden wurden die Feldbetten im Nebengebäude der Standortschießanlage aufgestellt. Dies war schon eine der Vorsichtsmaßnahmen der Wettervorhersage. Unter Begleitung der beiden Feldwebel für Reservistenangelegenheiten aus Stadtallendorf und Schwarzenborn wurden Waffen und Munition aus der Herrenwaldkaserne abgeholt. Zeitgleich wurde der Schießstand für das geplante Nachtschießen – der Übungsteil des ersten Biwaktages – aufgebaut. Nach der Stärkung am Grill traten schießende Abteilung und Funktionspersonal zur Schießeinweisung durch OTL d.R. Merklinger an. Zuvor konnten sich die Reservisten über die neu eingeführte Ordonnanz-Waffe dem Sturmgewehr G 95 informieren.
Die aufgezogene rote Flagge am Zufahrtstor signalisierte dann am Abend „scharfer- Schießbetrieb“ und um Punkt 19.30 Uhr brach dann der erste Schuss im Stadtallendorfer Herrenwald. Das Nachtschießen ist eine besondere Form der Schießausbildung. Sie erfordert neben guten Sichtfähigkeiten bei abnehmender Helligkeit auch eine besonders sichere Handhabung der Waffe, in diesem Fall das G 36. Und so verlangte die hereinbrechende Nacht sowohl den Aufsichten bei den Schützen als auch den schießenden Reservisten allerhand ab. „Die 300 m Distanz sind schon bei Helligkeit eine Herausforderung, im Dunkeln musste ich mich schon sehr auf das Ziel konzentrieren“, erinnert sich einer der teilnehmenden Reservisten.
Simuliert wurde dann auch gefechtsnahes Schießen mittels sogenannter Vorfeldbeleuchtung jedoch aus der Steckdose. In Wirklichkeit fällt ein Leuchtkörper an einem kleinen Fallschirm zu Boden und erleuchtet den Zielabschnitt. „Auf der Schießanlage können wir keine Vorfeldbeleuchtung in die Luft schießen“, so Merklinger, „das simuliert uns hier eine Glühlampe die nach einiger Zeit wieder ausgeht.“ Und so hatten die Reservisten im sogenannten liegenden Anschlag ihre Mühe zunächst erstmal den dunklen Zielkreis des Visiers des G 36 und dann die Klappfallscheibe in 300 m Entfernung zu finden. War beides dann endlich gelungen, blieb nur ein sehr kurzes Zeitfenster bis zur absoluten Dunkelheit, ausgelöst durch den Zeittimer der Beleuchtung.
Gegen 22.15 Uhr endet das Schießen auf der Bahn Alpha I, etwa zehn Minuten später setzte dann Starkregen in Begleitung einer Gewitterfront ein- nass werden musste zu diesem Zeitpunkt aber niemand mehr.
Der nächste Ausbildungstag begann für die Biwak-Teilnehmenden mit feldmäßiger Körperpflege, denn Duschen gibt es an der Schießanlage leider nicht. Damit begann der zweite Tag so wie der erste endete: mit einer Duftmischung aus Sonnencreme und Insektenschutzspray.
Neben Stationsausbildung im Bereich Sanitätsdienst und militärischen Grundfertigkeiten wie Karte/ Kompass und Feldpostensicherung wurde am Samstag wieder mit Handwaffen geschossen. Dieses Mal machten sich die Reservisten mit dem Maschinengewehr MG 5 vertraut. Nachdem dann gegen Mittag die letzte Patrone verschossen war, endete das zweitägige Biwak mit einem gemeinsamen Essen, der Reinigung der Waffen und dem Abbau der Schießstände und der weiteren Ausbildungseinrichtungen.
In der aktuellen Ausrichtung nimmt die Reserve der Bundeswehr eine wichtige Rolle ein. Um so wichtiger ist es, dass die militärischen Grundfertigkeiten, zu denen auch der Waffengebrauch zählt regelmäßig geübt werden. In der Kreisgruppe Oberhessen besteht daher eine Jahres-Ausbildungsplanung. Einmal im Monat treffen sich aktive Reservisten zu unterschiedlichen Ausbildungsinhalten. Interessierte ehemalige und aktive Soldatinnen und Soldaten sind dabei herzlich willkommen. Die Kontaktaufnahme kann über die Kreisgruppe Oberhessen (gießen@reservistenverband.de) erfolgen.
Kreispokalschießen der KG Oberhessen
Sieger beim Kreispokalschießen der oberhessischen Reservisten war mit 669 Ringen die RK Rabenau (Stabsunteroffizier d. R. Dominik Dzengel, Oberstabsgefreiter d. R. Christoph Schäfer, Obergefreiter d. R. Jan-Friedrich Lenz und Jäger d. R. Matthias Jahn. Der Rabenauer Oberstabsgefreiter d. R. Björn Kreiling schoss der Mannschaft „Gulasch“ mit Hauptmann d. R. Oliver Psotta (Kreisgruppe Oberhessen), Oberstabsfeldwebel d. R. Achim Höll (Lautertal) und Stabsgefreitem d. R. Ralf Rühl (Mittelhessen), sie belegten mit 651 Ringen Platz zwei. Dritter (648 Ringe) wurde die RK Wenings mit Obergefreitem d. R. Patrick Gockscha, Obergefreitem d. R. Michel Kaiser, Hauptgefreitem d. R. Martin Arnold und Oberstleutnant d. R. Jürgen Sträßle.
Beste Einzelschützen: Obergefreiter d. R. Burkhard Jäger, RK Lich, 110 Ringe/Gewehr G 36, und Oberstabsfeldwebel d. R. Klaus Schutt, RK Lich, 96 Ringe/Pistole P 8. Bester Einzelschütze gesamt mit 195 Ringen war Gefreiter d. R. Sven Dillmann von Mohr (195). Bester Einzelschütze Ü 65 war Hauptgefreiter d. R. Wilfried Kaiser (RK Wenings).
20 Mannschaften mit jeweils vier Schützen oder Schützinnen, beteiligten sich an dem Wettkampf. Geschossen wurde mit dem Gewehr G 36 aus 250 Metern Entfernung auf eine Zehner-Ringscheibe. Nach fünf Probeschüssen kamen je fünf Schüsse liegend aufgelegt, stehend angestrichen und stehend freihändig abgegeben. Mit der Pistole wurden nach fünf Probeschüssen zehn Schuss stehendfreihändig aus 20 Metern Entfernung auf die Zehner-Ringscheibe abgegeben. Kreisvorsitzender Oberstabsfeldwebel d. R. Achim Höll, der die Leitung des Schießens hatte, sowie Stabsfeldebel d. R. Volker Heerdt, der für die Oberhessen zuständigen Feldwebel für Reservisten, dankten den Teilnehmern und Funktionern, die zum reibungslosen Ablauf des Schießens beigetragen hatten.
Feld-Biwak der Reservistenkameradschaft (RK) Lauterbach/Wartenberg
Lauterbach (gs). Zum krönenden Abschluss des Feld-Biwaks der Reservistenkameradschaft (RK) Lauterbach/Wartenberg gab es Ehrungen langjähriger Mitglieder. Oberstabsfeldwebel der Reserve (d. R.) Achim Höll, Vorsitzender der Kreisgruppe Oberhessen im Verband der Reservisten der deutschen Bundeswehr, und RK-Vorsitzender Obergefreiter d. R. Holger Schwallack übergaben dem Oberstleutnant d. R. Werner Stoepler (Lauterbach) eine Urkunde und eine Anstecknadel für 50 Jahre Verbandzugehörigkeit. Der Obergefreite d. R. Bernd Baier (Herbstein) wurde für 30jährige Mitgliedschaft geehrt. Beide dankten ihnen für ihr Engagement in derReservistenarbeit in Lauterbach und Wartenberg.
Vier Tage lang waren die Reservisten in „Holgers Garten“ am Brennerwasser im Einsatz, bauten Zelteauf und errichteten einen Biwakplatz. Zu den Pflichtaufgaben bei dieser Wochenend-Übung gehört die Schieß- und Sicherheitsbelehrung für die Aktiven der Reservisten-Arbeitsgemeinschaft (RAG) Schießsport, die jedes Jahr durchgeführt werden muss. Hierfür waren Obergefreiter d. R. Oliver Dressel und Gefreiter d. R. Waldemar Schieler verantwortlich. Zum geselligen Teil der Veranstaltung, Grillen und Kaffeetrinken, waren auch die Partnerinnen der Reservisten in die Anlage am Brennerwasser gekommen.

Oberstabsfeldwebel d. R. Achim Höll (links) und RK-Vorsitzender Obergefreiter d. R. Holger Schwallack (rechts) ehrten Oberstleutnant d. R. Werner Stoepler (Zweiter von links) und Obergefreiten d. R. Bernd Baier für 50 beziehungsweise 30 Jahre Mitgliedschaft im Reservistenverband. Foto: Schobert





