Familienausflug der Reservistenkameradschaft Philippseck 2026 „Historisches Kloster“

Mit der Zielauswahl für unseren Familienausflug setzten wir die RK-Tradition „Wissen-Erweiterung verbunden mit Geselligkeit“ fort. Ziel ist das Kloster Eberbach im Rheingau. Mit Begeisterung wurde der Vorschlag begrüßt. Das Programm war schnell formuliert: kostengünstige private An-Abreise, fachkundige Führung, Erkundung der Region, Gemeinsamer Ausklang und Abschluss.

Pünktlich und zielgenau erreichten alle Ausflügler den Treffpunkt: Parkplatz in der Klosteranlage. Im Klostergarten wurde zunächst bei bestem Wetter die Umgebung der Weinberge genossen, festlich gekleidete Besucher und viele Brautpaare bevölkerten das Kloster , Hochzeitstimmung, ca. siebzig kirchliche Trauungen an einem Tag.

Dann die Klosterführung, der eigentliche Zweck der Reise, zeigte den Weg des Klosters vom frühen Mittelalter bis zur heutigen Zeit in einer Stunde auf. Die Zeit verging viel zu schnell. Die Klosteranlage hatte „Glück“, trotz Plünderungen und Kriege, Abriss, Umbau und Besitzerwechsel ist das Gesamtbild erhalten geblieben.

Auf eine ausgiebige Weinprobe wurde verzichtet, dafür wurde der „Vater Rhein“ besucht und festgestellt, dass er noch in seinem Bett liegt und Schiffe tragen kann.

Die Uferpromenade bot uns Erholung und Erfrischung bevor dann in einer Winzerwirtschaft die Stärkung zur Rückfahrt eingenommen wurde.

F. Becker

 

Stefan Schlosser mit dem Landesehrenbrief in Mücke-Merlau ausgezeichnet

Groß war der Bahnhof der geladenen Gäste bei Stefan Schlosser, denn er hatte Freunde, Familie und Verwandte und zahlreiche Wegbegleiter zur Überreichung seines Landesehrenbriefes.

Er hatte alle seine Gäste namentlich und mit der entsprechenden Funktion begrüßt und hier sind zu nennen Bürgermeister Andreas Sommer, Erste Beigeordnete Jutta Schütt-Frank, Ortsvorsteher Lukas Decher, Hauptmann Wollmann – Seitz / Leiter des Regionalen Unterstützung Büros des Landeskommando Hessen in Stadtallendorf und offizieller Vertreter vom Landeskommando Hessen, Stabsfeldwebel d.R. Jörg Hauer und auch seine Kameraden der Reservistenkameradschaft aus Flensungen. Seine Familie wurde begrüßt und seine Gattin Elena sowie auch der Pate des Landesehrenbrief Ulf-Immo Bovensmann auch als Funktion des Kommunalpolitikers, also auch Pfarrer Ciprian Tiba und viele weitere Gäste.

In seiner persönlichen Ansprache erinnerte Stefan Schlosser an die aktuelle Situation, die Destabilisierung der demokratischen Gesellschaft. Ziel der Angreifer ist es, nicht nur Schaden anzurichten, sondern auch insbesondere Gesellschaften zu destabilisieren und die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Das Besondere an der hybriden Kriegsführung ist die Verschleierungstaktik. Die Täter operieren anonym oder bestreiten Beteiligungen an Vorfällen und Konflikten. Sie gehen dabei äußerst kreativ und koordiniert vor; ohne die Schwelle zu einem offiziellen Krieg zu überschreiten. Das macht die Abwehr solcher Angriffe so schwierig. Wenn es keinen eindeutigen Angriff oder Angreifer gibt, fällt die Gegenwehr schwer. Sind wir noch im Frieden oder befinden wir uns schon im Krieg? Ersteres nicht, aber in einer hohen Lage der Bedrohung,

Stefan Schlosser endete mit dem Satz: „Danke für ihre Aufmerksamkeit, bleiben Sie Gesund und vor allem wachsam!!“.

Bürgermeister Andreas Sommer hatte die ehrenvolle Aufgabe, die Laudatio vorzutragen, welche von Ulf-Immo Bovensmann vorbereitet wurde, als er den Landesehrenbrief beantragte.

Herr Stefan Schlosser engagiert sich seit vielen Jahren in außergewöhnlich vielfältiger und kontinuierlicher Weise ehrenamtlich für das Gemeinwohl. Sein Wirken erstreckt sich über zahlreiche Vereine, kirchliche Gremien und Institutionen und ist geprägt von großer Verlässlichkeit, Bodenständigkeit und einer tiefen Verbundenheit zu seinem Heimatort Merlau sowie zur Gemeinde Mücke insgesamt.

 

Besonders hervorzuheben ist sein langjähriges Engagement in mehreren Merlauer Vereinen. In der Tiefkühlgemeinschaft Merlau e. V. bringt sich Herr Schlosser seit Jahren aktiv ein und leistet hier einen wichtigen Beitrag zum gemeinschaftlichen Miteinander im Dorf. Ebenso war er beim Deutschen Roten Kreuz, Ortsverein Mücke, wo er durch seine Mitarbeit die wichtige ehrenamtliche Arbeit des DRK unterstützt und zur Stärkung des örtlichen Bevölkerungsschutzes beiträgt – er ist ausgebildeter Fernmelder.

Ein weiterer bedeutender Schwerpunkt seines ehrenamtlichen Wirkens liegt im Bereich der Bundeswehr und der Reservistenarbeit. Herr Schlosser engagierte sich bereits lange vor der Einführung moderner Heimatschutzkonzepte in diesem Bereich und hat damit früh Verantwortung übernommen. Innerhalb der Reservistenarbeit legt er besonderen Wert auf Kontinuität, Verlässlichkeit und kameradschaftliche Zusammenarbeit. Sein Engagement beschränkt sich dabei nicht nur auf die örtliche Ebene; vielmehr bringt er sich auch auf Verbandsebene aktiv ein und übernimmt dort Verantwortung. Dieses Wirken trägt maßgeblich zur Pflege der Erinnerungskultur sowie zur gesellschaftlichen Verankerung der Reservistenarbeit bei.

Von besonderer Bedeutung ist für Herrn Schlosser zudem die Pflege des Gedenkens an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Die Teilnahme an den jährlichen Gedenkveranstaltungen zum Volkstrauertag – nicht nur in seinem Heimatdorf, sondern auch darüber hinaus – sind für ihn nicht nur ein persönliches Anliegen, sondern eine selbstverständliche Verpflichtung. Damit leistet er einen wichtigen Beitrag zur historischen Verantwortung und zur Weitergabe zentraler Werte an jüngere Generationen.

Auch im kirchlichen Bereich zeigt Herr Schlosser seit vielen Jahren ein hohes Maß an Engagement. Als Mitglied des Verwaltungsrates im Pfarrgemeinderat brachte er sich aktiv in die Gestaltung des Gemeindelebens ein und unterstützt kirchliche sowie soziale Aufgaben über einen langen Zeitraum hinweg.

Ergänzt wird dieses Wirken durch seine langjährige Tätigkeit im Angel-Sportverein, in dem er sich ebenfalls zuverlässig und engagiert einbringt.

Darüber hinaus ist Herr Schlosser im Dorfmuseum Merlau „Hobstallstowwe“ aktiv. Hier zeigt er großes Interesse an der Bewahrung der lokalen Geschichte und Traditionen und trägt dazu bei, das kulturelle Erbe des Ortes lebendig zu halten und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Herr Stefan Schlosser durch sein vielseitiges, langjähriges und uneigennütziges ehrenamtliches Engagement in besonderer Weise zur Stabilität, zum Zusammenhalt und zur Lebendigkeit des dörflichen Lebens beiträgt. Sein Wirken ist geprägt von Verantwortungsbewusstsein, Beständigkeit und einer tiefen Verbundenheit mit seiner Heimat. Damit erfüllt er in herausragender Weise die Voraussetzungen für die Verleihung des Landesehrenbriefes des Landes Hessen.

Auflistung:

1987 – 1993 2. Vorsitzender DRK Mücke, 2021 – bis heute Vorsitzender Hegegemeinschaft Mücke, 2012 – 2016 Vorsitzender Reservisten – Kameradschaft Flensungen, 2020 – 2024 Reservisten – Kameradschaft Flensungen Revisor, 2016 – heute Reservisten – Kameradschaft Kreisdelegierter, 2025 – heute Reservisten – Kameradschaft Bundesdelegierter, 2022 – heute Reservisten – Kameradschaft Landesdelegierter, 2024 bis heute Erster. Stell. Vorsitzender Reservisten – Kameradschaft Flensungen, 2012 – 2022 Beisitzer Tiefgefriergemeinschaft Merlau e.V., 2022 – heute Vorsitzender Tiefgefriergemeinschaft Merlau e.V. , 2012 – 2024 Mitglied des Pfarrgemeinderat Heilig Kreuz Merlau/ Grünberg, 2021 – heute Rechner des SAV Mücke (Angel-Sport-Verein Mücke)

 

Ulf-Immo Bovensmann dankte Stefan Schlosser nochmals für sein „gelebtes Ehrenamt“ und unterstrich seine Ausführungen mit dem Wort „Ehre, wem Ehren gebührt“, welch von Apostel Paulus stammt in seinem Brief an die Römer.  Ulf Immo Bovensmann überreichte ein altes Bild aus dem Jahre 1898. Damals sollte für den Flensunger Kriegerverein ein Schützenstand in Merlau gebaut werden. Schon damals wurde für das Zusammenlegen von Flensungen und Merlau fundamentiert.

Aus der Rede von Pfarrer Ciprian Tiba: „nicht wenige Male habe ich mich in meinen Pfarreien über das ehrenamtliche Engagement unterhalten. Oft wird beklagt, dass die Bereitschaft dazu in unserer Gesellschaft spürbar abgenommen hat. Wir erleben, dass viele Vereine und Institutionen Muhe haben, Nachwuchs zu finden und ihre Arbeit fortzuführen. Das erfüllt uns mit Sorge, denn ehrenamtliches Engagement und das Wahrnehmen von Verantwortung sind fundamentale Bausteine für den Zusammenhalt und die soziale Gesundheit unseres Gemeinwesens.

Umso wichtiger ist die heutige Würdigung von lhnen, Herrn Schlosser durch das Land Hessen. Sie setzt ein starkes und sichtbares Zeichen für den unschätzbaren Wert des Ehrenamts in unserer Zeill Aus meiner Perspektive als Pfarrer der katholischen Pfarreien in Merlau, Grünberg und Laubach kann ich voll Überzeugung sagen: Lieber Herr Schlosser, Sie haben das Leben unserer Pfarreien mit ganzem Herzen, großer Umsicht und unermüdlichem Einsatz mitgestaltet, nicht zuletzt durch Ihr engagiertes Wirken tür 12 Jahre lang im Verwaltungsrat unserer Kirchengemeinde in Merlau und Grunberg. Unsere Gesellschaft, unsere Vereine und auch unsere Kirchen brauchen Menschen wie Sie, die bereit sind, verlässlich Verantwortung für das Ganze zu übernehmen. Diese Auszeichnung mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen haben Sie sich reichlich verdient.“

Ortsvorsteher Lukas Decher dankte Stefan Schlosser für sein Einbringen in die Gesellschaft und für sein Engagement.

Feld-Biwak der Reservistenkameradschaft (RK) Lauterbach/Wartenberg

Lauterbach (gs). Zum krönenden Abschluss des Feld-Biwaks der Reservistenkameradschaft (RK) Lauterbach/Wartenberg gab es Ehrungen langjähriger Mitglieder. Oberstabsfeldwebel der Reserve (d. R.) Achim Höll, Vorsitzender der Kreisgruppe Oberhessen im Verband der Reservisten der deutschen Bundeswehr, und RK-Vorsitzender Obergefreiter d. R. Holger Schwallack übergaben dem Oberstleutnant d. R. Werner Stoepler (Lauterbach) eine Urkunde und eine Anstecknadel für 50 Jahre Verbandzugehörigkeit. Der Obergefreite d. R. Bernd Baier (Herbstein) wurde für 30jährige Mitgliedschaft geehrt. Beide dankten ihnen für ihr Engagement in derReservistenarbeit in Lauterbach und Wartenberg.

Vier Tage lang waren die Reservisten in „Holgers Garten“ am Brennerwasser im Einsatz, bauten Zelteauf und errichteten einen Biwakplatz. Zu den Pflichtaufgaben bei dieser Wochenend-Übung gehört die Schieß- und Sicherheitsbelehrung für die Aktiven der Reservisten-Arbeitsgemeinschaft (RAG) Schießsport, die jedes Jahr durchgeführt werden muss. Hierfür waren Obergefreiter d. R. Oliver Dressel und Gefreiter d. R. Waldemar Schieler verantwortlich. Zum geselligen Teil der Veranstaltung, Grillen und Kaffeetrinken, waren auch die Partnerinnen der Reservisten in die Anlage am Brennerwasser gekommen.

Oberstabsfeldwebel d. R. Achim Höll (links) und RK-Vorsitzender Obergefreiter d. R. Holger Schwallack (rechts) ehrten Oberstleutnant d. R. Werner Stoepler (Zweiter von links) und Obergefreiten d. R. Bernd Baier für 50 beziehungsweise 30 Jahre Mitgliedschaft im Reservistenverband. Foto: Schobert

Jahreshauptversammlung RK Lautertal

Lautertal (gs). 29 Veranstaltungen der Reservistenkameradschaft (RK) Lautertal und in der Kreisgruppe Oberhessen im Verband der Reservisten der deutschen Bundeswehr standen vergangenes Jahr auf dem „Dienstplan“ der ehemaligen Soldaten. Das berichtete Vorsitzender Oberstabsfeldwebel der Reserve (d. R.) Achim Höll in der Jahreshauptversammlung im Gemeinschaftshaus von Engelrod. Achtmal gab es eigene Aktivitäten. Los ging es mit der Jahreshauptversammlung für 2023. Der sicherheitspolitische Abend mit Fregattenkapitän a. D. Prof. Frank Reinighaus über Drohnen stieß auf großes Interesse.  Nach dem Helferfest richtete die RK im Raum Seibelsdorf ihren ersten K-3-Marsch aus. Bei dieser Veranstaltung legten die 35 Teilnehmer und Teilnehmerinnen 15 Kilometer mit Gepäck zurück, das alles geschah zur Erinnerung an die am 2. April 2010  im „Karfreitags-Gefecht“ in Afghanistan gefallenen Bundeswehrsoldaten. Auf großes Interesse stieß auch das Kinder- und Jugendbiwak am Grillplatz in Engelrod. Bei dessen Besuch wurde Bürgermeister Lukas Becker Mitglied der Kameradschaft. Am 3. Oktober war die Feierstunde zum Tag der deutschen Einheit. Am Volkstrauertag wurde ein Kranz niedergelegt.

Auf Kreisebene und bei Besuchen anderer Kameradschaften gab es Schießen, Informationen über Sicherheitspolitik und militärische Weiterbildung, so der Vorsitzende. 

Obergefreiter der Reserve Manfred Rühl wurde für 20 Jahre Mitgliedschaft im Reservistenverband geehrt.

Am 29. März, so berichtete der stellvertretende Vorsitzende Stabsunteroffizier d. R. Michael Greff, findet der K-3 Marsch (bundesweit ist es der 15.) mit Start und Ziel in Hopfmannsfeld statt. Los geht es um 8.30 Uhr, Reservisten und Soldaten marschieren mit 15 Kilogramm Gepäck 15 Kilometer, es gibt auch eine verkürzte Strecke über zehn Kilometer mit zehn Kilo Gepäck. Auf der Route solle auch Schönheit der oberhessischen Landschaft genossen werden, ein Eilmarsch sei nicht vorgesehen, so Greff. Für Verpflegung an Start und Ziel werde gesorgt. Die Veranstaltung solle gesellig ausklingen. Mitmachen könnten alle, also auchZivilisten. Anmeldung ist unter rklautertal@gmail.com bis zum 15. März erforderlich. 

Geplant sind am 26. Februar eine Informationsveranstaltung zum „Enkeltrick“, am 9. und 10. August das Kinder- und Jugendbiwak, am  3. Oktober die Gedenkfeier zum Tag der deutschen Einheit und am 16. November die Teilnahme am Lautertaler Gedenken zum Volkstrauertag.

Bild:
Vorsitzender Achim Höll (rechts) ehrte Manfred Rühl wurde für 20 Jahre Mitgliedschaft im Verband. 

Zweites Kinder-, Jugendbiwak der RK Lautertal in Engelrod

Engelrod (gs). Es hatte sich in Lautertal herumgesprochen, dass das Kinder-Biwak im Rahmen der Ferienspiele eine interessante und spannende Angelegenheit ist. Vergangenes Jahr waren die Teilnehmerzahlen recht niedrig, doch diesmal wollten 21 Jungen und Mädchen einen abwechslungsreichen Nachmittag, Nachtwanderung und Übernachtung in Zelten erleben. Dazu wurden nach ihrer Ankunft die Zelte aufgebaut und behaglich eingerichtet. Was man bei kleinen „Wehwehchen“ machen kann, wurde in einer Sanitätsausbildung erläutert, in der Praxis wurde diese durch das Anlegen von Verbänden geübt. Wie unterschiedlich die Wahrnehmungen bei Tag und Nacht sind gab es unter dem Punkt „Hören und Sehen bei Nacht“. Denn in der Dunkelheit muss man sich besonders anstrengen, um etwas zu sehen, auf der anderen Seite werden die Umweltgeräusche  besser wahrgenommen. Spannend war dann die Nachtwanderung, gemeinsam wurden die Mahlzeiten hergerichtet. Ein wenig Technik gab es auch, die Reservisten hatten einige Bundeswehr-Fahrzeuge aus ihren Privatbestand aufgefahren. Bürgermeister Lucas Becker ließ sich vor Ort an der Grillhüte in Engelrod über die Arbeit der Reservisten informieren und legte auch mal die schwere Schutzweste an. Das alles hat ihn dazu bewogen, als Mitglieder der Reservistenkameradschaft Lautertal beizutreten. Auch am Samstagmorgen war er wieder vor Ort, um gemeinsam mit den Kindern und den sie betreuenden Reservisten zu frühstücken. 

Die Teilnehmer des Biwaks 2024.
Ein Blick ins Zelt, in dem übernachtet wurde.
Bürgermeister Lukas Becker (rechts) ließ sich informieren und wurde danach spontan Verbands-Mitglied.

Den Kindern wurde viel Abwechslung geboten

Fotos: RK Lautertal

Gedenkveranstaltung der RK Lautertal zum Tag der deutschen Einheit

Engelrod (gs). Die Reservistenkameradschaft (RK) Lautertal zeigte auch diesmal wieder Flagge. Seit der Wiedervereinigung gedenken die ehemaligen Bundeswehrsoldaten im Ortsteil Engelrod am 3. Oktober dieses für Deutschland bedeutsamen Ereignisses. Mal größer, beim zeitgleichen „Tag der Reservisten“, mal mit Gästen von den Alpini aus Arco und der Associazione Arma Aeronautica Alto Garda (italienische Luftwaffen-Reservisten) und mal kleiner, wie in heuer mit Gästen befreundeter Kameradschaften aus Lauterbach/Wartenberg und Lanzenhain. Von der örtlichen Politik begrüßte RK-Vorsitzender Oberstabsfeldwebel der Reserve (d. R.) Ortsvorsteherin Sabine Kreis und Bürgermeister Lukas Becker. Der Gesangverein konnte aus personellen Gründen diesmal nicht auftreten.

Bürgermeister Becker, seit dem Ferien-Spiel-Biwak der RK, Förder-Mitglied im Verband der Reservisten der deutschen Bundeswehr, ging auf die Bedeutung von Einigkeit, Recht und Freiheit im Text der Nationalhymne ein. Diese Worte sollten bis ans Ende der Welt gelten, sagte er. Menschen hätten dafür gekämpft. Bundeswehr und Reservisten setzten sich gemeinsam für den Frieden ein.

Hauptfeldwebel d. R. Martin Kern ging auf das Grundgesetz und die Gründung der Bundesrepublik Deutschland vor 75 Jahren ein. Seit 1949 „lebten wir in einer Zeit, in der sich viele Mitbürger nicht für Politik interessierten“, denn die Sorgen galten der tägliche Mahlzeit oder einer intakten Wohnung. Es folgten der Aufschwung, das Wirtschaftswunder, die Rückkehr der letzten Kriegsgefangenen. Die Bundeswehr sei durch den Anschub der USA als Prellbock im kalten Krieg gegen den Osten gegründet worden. Er sprach von Höhen und Tiefen in den Ost-West-Beziehungen zwischen 1960 bis Ende der 1980er. Die Gefährlichkeit der Lage hätten viele Menschen gar nicht mitbekommen, und wenn, dann  erst als die Gefahr gebannt war. Er erwähnte den Zerfall der UdSSR mit den damit verbundenen Unsicherheiten. Im Westen sei man froh gewesen, als der vermeintlich einschätzbare pro-westlich orientierte Herr Putin aus dem Hause des KGB Präsident Boris Jelzin ablöste. „Die Fäden waren gesponnen und wurden durch Putin geschickt über Jahre hinweg zu festen Seilen gedreht. Vor deren Existenz wir heute plötzlich überrascht stehen und feststellen, die Knoten sind ohne Schwert nicht zu öffnen. Jetzt muss sich zeigen, ob die Schwerter aus weicher Bronze oder aus dem Stahl sind, den wir Putin zeigen müssen, indem wir dessen Opfer damit ausrüsten, sie bewehren, um sie in die Lage zu bringen, sich angemessen zu verteidigen und zu siegen“, sagte er mit Hinweis auf den Ukraine-Krieg. Gemäß der Konventionen für angegriffenen, überfallene Staaten stellte er die Frage, könnten oder dürften wir diejenigen sein, die durch Unterlassung den Wunsch eines Volkes nach Freiheit und Demokratie nicht nach Kräften nicht unterstützen.  Und das von einem Volk, das in seiner Hymne die Freiheit besinge, so Kern

Zu den Klängen der Nationalhymne wurden die Flaggen von Deutschland und Lautertal am Dorfgemeinschafthaus gehisst. Im Inneren gab es dann ein geselliges Beisammensein.

Die Reservisten und ihre Gäste bei der Flaggenparade am Dorfgemeinschaftshaus in Engelrod.
Die Flaggen von Deutschland und Lautertal wurden gehisst.

Foto: Gernot Schobert  

Reservisten Schotten beim Schießen erfolgreich

Schotten (gs). Florian Henrich von den Schottener Reservisten hat beim Gewehr-Landesschießwettkampf in den Zielfernrohrdisziplinen mit 95 Ringen den ersten Platz in der G-RZF1 Klasse 1  belegt. Martin Kluge (86) wurde Vierter, Mike Conradt (48) Zwölfter, Nick Conradt (28) kam auf Platz 15.  Henrich wurde mit 94 Ringen in der G-HZF1 Klasse 4 Dritter. Martin Kluge (92) Achter.

In der G-RZF1 Klasse 2 wurde Henrich mit 92 Ringen Fünfter, Martin Kluge (87) Siebter. Nicht ganz so gut lief es in der  G-RZF1 Klasse 3. Hier wurde Florian Henrich mit 98 Ringen 15., Nick Conradt mit 92 Ringen 27. Mike Conradt mit 88 Ringen 30. Die Schießklassen: G-RZF1 Klasse 1: Repetierer vor 1945. Das sind Repetier-Gewehre, die als Dienstwaffe in einer regulären Armee, bei der Polizei oder bei der Zollverwaltung bis 1945 eingeführt wurden. G-HZF1 Klasse 4: Zugelassen sind halbautomatische Gewehre, die aus einer Dienstwaffe entwickelt worden sind und in einer regulären Armee, bei der Polizei oder in der Zollverwaltung eingeführt wurden. G-RZF1 Klasse 2: Repetiergewehre ab 1945, die aus einer Dienstwaffe entwickelt wurden. Ausgenommen sind Gewehre mit einem Laufdurchmesser – außen, an der Mündung-  mit mehr als 22 Millimetern. G-RZF1 Klasse 3, offene Klasse für alle Repetier-Gewehre, die nicht in den Klassen 1 und 2 starten, sowie alle Scharfschützengewehre.

Die Schottener Reservisten, die am Landesschießwettkampf in den Zielfernrohrdisziplinen teilnahmen (von links): Nick Conradt, Mike Conradt, Florian Henrich und Martin Kluge. Bild:privat

50 Jahre RK Schotten

Schotten (gs). Volkswandertage mit über 1000 Teilnehmern, Unterstützung des „Tags der Luftwaffen“ auf dem „Bockzahl“, Donau-Waffen-Lauf, militärische Ausbildung, Biwak oder Winterkampf im Vogelsberg, aber auch geselliges Beisammensein – überwiegend im damaligen Vereinslokal Bing in Rudingshain:  Hauptfeldwebel der Reserve (d. R.) Stefan Kergl, Vorsitzender der Reservistenkameradschaft (RK) Schotten, hatte anlässlich der 50-Jahr-Feier der Gruppierung im „Haus Sonnenberg“ einen „Museums-Tisch“ mit vielen Bildern, Presseberichten und anderen Dokumenten aus einem halben Jahrhundert Aktivitäten der Kameradschaft hergerichtet. Das waren viele Belege aus einer vielseitigen und interessanten Arbeit in dieser langen Zeit. „Es soll ein ruhiger und gemütlicher Abend werden“, hatte er bei der Zusammenkunft der ehemaligen Soldaten und ihren Partnersinnen angekündigt und damit vielen gleich die Angst vor langen Reden genommen.

Die RK wurde, damals noch als Orts-Kameradschaft (ROK), am 20. Oktober 1974 im „Hotel Adler“ gegründet. Der erste Stammtisch war sieben Tage später im Schützenhaus Schotten mit dem gestifteten RK-Wimpel. Im Schützenhaus trifft man sich, mit Unterbrechungen, noch bis heute. „Das zeigt die Verknüpfung mit der Schützengesellschaft Schotten“, sagte der Vorsitzende. Am 7. November wurde die ROK in den Verband der Reservisten der deutschen Bundeswehr aufgenommen und zu einer RK. Zum Vereinszweck führte er aus: „Die Mitglieder pflegen Kameradschaft im Sinne des Soldatengesetzes innerhalb und außerhalb ihres Verbandes“.

Zum Jahreswechsel 1974/1975 hatte die RK 30 Mitglieder (zwei Offiziere, vier Unteroffiziere und 24 Mannschafts-Dienstgrade der Reserve). 1978 waren es 150, 1979 schon 159 (45 aus der Großgemeinde Schotten, 43 aus Nidda, 14 aus Büdingen, elf aus Ortenberg, neun aus Altenstadt, sieben aus Hirzenhain, fünf aus Ranstadt, je vier aus Gedern und Glauburg, drei aus Ulrichstein und zwei aus Birst ein). Höchststand war einmal 162. Wegen der Gründung neuer Kameradschaften in der Umgebung sank die Mitgliederzahl auf 100 und bis 2006 auf 81, heute sind es 66. Kergl zog dann einen  Vergleich zur Bundeswehr: Die hatte zwischen 1974 bis Anfang der 90er Jahre zeitweise bis zu 495000 Soldaten , im Ernstfalle wären noch rund 1,3 Millionen Reservisten eingezogen worden. Heute sind es nach Aussetzen der Wehrpflicht noch rund 180.000 Soldaten. „Nachwuchs ist dementsprechend sehr schwer zu bekommen, wir freuen uns über jeden Interessierten. Unsere Gemeinschaft wird deswegen naturgemäß kleiner, aber so lange es engagierte Mitglieder gibt, wird es auch eine RK Schotten geben“, verkündete er. „Das Wichtigste sind also die Mitglieder, die sich zu einer Gemeinschaft zusammentun und dem Verein den Sinn geben“.

Gernot Schobert, Gründungs-Vorsitzender im Jahr 1974, gab sein Amt 1985 an Hans-Werner Böhm (Rudingshain) ab, dessen Nachfolger war Jürgen Schmidt für acht Jahre, Stefan Kergl leitet die Kameradschaft seit 2006 (bis 2027 gewählt, das sind dann 21 Jahre). „Wir suchen aber mit Nachdruck junge und motivierte Nachfolger“, fügte er an. Sein besonderer Dank galt Florian Henrich, langjähriger zweiter Vorsitzender, Leiter der Reservisten-Arbeitsgemeinschaft (RAG) Schießsport, sehr erfolgreicher Schütze mit Hessen- und Bundesmeister-Titeln. Gewürdigt wurde auch Martin Kluge, „langjähriges Vorstandsmitglied, Standbein der RK, auf das man sich immer verlassen kann“. Beide wurden für 20 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet. Zwei Jahrzehnte ist auch Stefan Kergl Mitglied, er erhielt vom Kreisvorsitzenden eine Urkunde. Geehrt für 25 Jahre Verbandszugehörigkeit wurde der langjährige Kassenwart Sascha Fleischer, für 30 Jahre Obergefreiter d. R. Edgar Hofmann und Hauptgefreiter d. R. Mathias Weber.

Stefan Kergl und Oberstabsfeldwebel d. R. Achim Höll, Vorsitzender der Kreisgruppe Oberhessen, nahmen besondere Ehrungen vor: Für 50 Jahre Mitgliedschaft im Verband der Reservisten der deutschen Bundeswehr e.V.:  Fähnrich der Reserve (d. R.) Gernot Schobert.  Er war Gründer der RK, stand ihr zehn Jahre vor, war viele Jahre Kassenwart und stellvertretender Vorsitzender in der Kreisgruppe Oberhessen, Schriftführer und Pressewart der Landesgruppe Hessen und ist heute noch Beauftragter  der Kreisgruppe für die Reservisten-Arbeitsgemeinschaft (RAG) internationalen Beziehungen mit Italien. Gefreiter d. R. Walter Lampe, ebenfalls Gründer der RK, 40 Jahre Kassenwart und viele Jahre Kassenwart der RAG. Oberfeldwebel d. R. Klaus Eckhardt, viele Jahre Leiter der Arbeitsgemeinschaft Schießsport und zweiter Vorsitzender der RK. Alle bekamen goldene Ehrennadeln und Urkunden. Alle drei wurden bereits vor Jahren mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet.

Sie feierten das 50-jährige Bestehen der RK Schotten
Ehrungen bei der RK Schotten (von links):  Obergefreiter d. R. Sascha Fleischer, Kreisvorsitzender Oberstabsfeldwebel d. R. Achim Höll, Gefreiter d .R. Walter Lamp, Obergefreiter d. R. Martin Kluge, Obergefreiter d. R. Florian Henrich, Hauptfeldwebel d. R. Stefan Kergl, Hauptgefreiter d. R. Mathias Weber, Fähnrich  d. R. Gernot Schobert, Oberfeldwebel d .R. Klaus Eckhardt und Obergefreiter d. R. Edgar Hofmann wurden für langjährige Mitgliedschaften geehrt.

Familientag der  Reservistenkameradschaft Lanzenhain am Veteranentag

Mit den Angehörigen wurde der 30. gefeiert

Herbstein-Lanzenhain. In Deutschland gibt es seit dem 25. April einen neuen Ehren-, Aktions- und Gedenktag. Der Bundestag beschloss damals mit fraktionsübergreifender Mehrheit für den 15. Juni alljährlich einen Tag der Würdigung und Wertschätzung des Einsatzes von Soldaten im Dienst für das Land. Einen solchen Ehrentag gibt es in nahezu allen anderen europäischen Ländern und der Welt.

Die Reservistenkameradschaft (RK)Lanzenhain nutzte diesen neuen Ehrentag, um auf ihr 30-jähriges Bestehen hinzuweisen. Die Mitglieder starteten in Heblos am Bauernhof zu einer gut dreistündigen Planwagenfahrt in Richtung Sickendorf und Allmenrod. Rast wurde zunächst an der Kapelle auf dem Heidberg gemacht. Die Heidbergkapelle ist ein geschichtliches und architektonisches Juwel im Vogelsberg.

Im Anschluss ging es in die Gaststätte nach Frischborn zum gemeinsamen Abendessen. Zuvor erhielt Oberstabsfeldwebel d. R. Dieter Graulich für 55-jährige Mitgliedschaft und Mitarbeit im Verband der Reservisten eine Ehrenurkunde vom RK-Vorsitzenden Panzerschütze d. R. Lars Krüger.

Die aktive und rührige RK unterhält gute Beziehungen nach Schwarzenborn zum Jägerbataillon 1. Auch an Veranstaltungen der Kreisgruppe Oberhessen, wie das jährliche Kreispokalschießen, sicherheitspolitische Veranstaltungen, sowie an zahlreichen Schulschießen beteiligen sich die RK-Mitglieder regelmäßig. Teilgenommen wurde auch an überregionale Veranstaltungen, so zum Beispiel dem Tag der Infanterie in Hammelburg beziehungsweise dem Tag der Bundeswehr. Bei Veranstaltungen befreundeter Reservistenkameradschaften wurde ebenfalls mit Abordnungen teilgenommen.  Hier ist die jährliche Veranstaltung der RK

Zwei Mitglieder gehören der Reservistenarbeitsgemeinschaft Sanitätsdienst (RAG SAN) der Kreisgruppe Oberhessen an. Auch international ist die RK Lanzenhain vertreten, so ist sie bei der Reservistenarbeitsgemeinschaft Inter-nationale Beziehungen und Zusammenarbeit (RAG IBZ)  aktiv.

Nach der Pandemie nahm das Vereinsleben wieder Fahrt auf. Es gab sicherheitspolitische Ausflüge zur Infanterieschule nach Hammelburg 2021, zum Transporthubschrauberregiment 30 in Niederstetten 2022, und im vergangene Jahr informierten man sich über die Aufgaben der Bundespolizeiabteilung in Hünfeld, mit anschließender Besichtigung von Point Alpha bei Rasdorf.

Des Weiteren veranstaltete die RK Vorträge zu aktuellen sicherheitspolitischen Themen mit hochkarätigen Referenten. So wurden die Einsätze der Bundeswehr in Afghanistan und Mali erörtert und die Aufgaben der EU und des Sonderstabes Ukraine der BW den interessierten Besuchern erläutert. Auch über die Übungen Rapid Pacific und Pitch Black berichtete ein Angehöriger der RK. Dieser ist aktiver Soldat bei der Luftwaffe und nahm mit seinem Geschwader an den Übungen teil die nach Australien und Japan führten.

Die RK Lanzenhain besteht derzeit aus 42 Mitgliedern.

Die Lanzenhainer Reservisten mit ihren Angehörigen vor der Heidbergkapelle.