Besuch bei den Freunden in Italien

Schon seit einigen Jahren nehmen oberhessische Reservisten Anfang Dezember an Gedenkveranstaltungen der italienischen Freunde am Gardasee teil. In diesem Jahr waren es der 1. stellvertretende Kreisvorsitzende Fähnrich d. R. Gernot Schobert und der ehemalige Kreisvorsitzende Oberstabsfeldweber d. R. Achim Höll. „Erster Einsatz“ war die Teilnahme zum Gedenken der verstorbenen Alpini aus der Zone Alto Garda und Ledro in der Inviolata-Kirche von Riva, zu dem der „Kreisvorsitzende“ Mario Gatto die Vertreter der Alpini-Gruppen seiner Zone eingeladen hatte. Man gedachte der in diesem Jahr verstorbenen 21 ehemaliger Gebirgsjäger aus dem Raum zwischen Ledro, Tenno und Arco. Zum Abschluss gaben die Alpini von Riva in ihrem Heim, eine1110m Teil einer ehemaligen Kaserne, einen Empfang. Die beiden Oberhessen waren danach Gäste bei Gatto daheim (Foto). Sie trafen sich zum Pizza-Essen mit dem Arcoer Alpini-Vorsitzenden Carlo Zanoni und einen Abend in der „Stube“ des stellvertretenden Arcoer Alpini-Vorsitzenden Giuliano Bombardelli. Hier wurden auch die ersten Einzelheiten für den Besuch der Oberhessen vom 14. bis 21. September 2019 am Gardasee besprochen. Die Italiener überraschten ihre Gäste mit der Ankündigung, vom 1. bis 5. Oktober 2019 nach Oberhessen zu kommen, um dort das zehnjährige Bestehen der Partnerschaft zu begehen.

Bild Gatto, Schobert, Höll einfügen

Zweiter Gruppe, die während der sechs Tage in Arco besucht wurde, war die Assoziacione Arma Aeronautica (AAA). Zunächst nahmen die Oberhessen an ihrem samstäglichen Treffen im Vereinsheim in Riva-San Tomaso teil. Höhepunkt war die Teilnahme an der Gedenkfeier zu Ehren der Madonna di Loreto. Los ging es mit einer Messe in der Kirche von Cavedine, der folgte eine Kranzniederlegung zu Ehren der Gefallenen durch Höll und einen Vertreter der örtlichen Carabinieri-Kameradschaft. Das besondere in diesem Ort ist, das Ehrenmal ist die Glocke im Kirchturm, auf der die Namen der Kriegstoten stehen. Das wurde während des Krieges gemacht, um die Glocke vor der Beschlagnahme und dem Einschmelzen zu bewahren. An ein Kriegerdenkmal wollte sich damals niemand vergreifen. Mit Hilfe einer aufwändigen Seilkonstruktion wird der Kranz auf die Kirchturmspitze gezogen und dort befestigt. Abschließend traf man sich zu einem Festmenü, bei dem Schobert die über zehn Jahre währende Partnerschaft würdigte. In dieser Zeit seinen viele Freundschaften entstanden, alle seien sich menschlich viel näher gekommen, sagte er.

 

In der Kirche bei der Gedenkfeier der AAA

In der Kirche bei der Gedenkfeier der AAA

Gernot Schobert bei seiner Rede

Gernot Schobert bei seiner Rede

Der Kranz wird unter der Glocke angebracht

Der Kranz wird unter der Glocke angebracht

Achim Höll (links) mit dem Kranz

Achim Höll (links) mit dem Kranz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Bilder im Internet unter Pederzolli Pierpaolo‎A.A.A -Sezione. Alto Garda e Nucleo Valle di Cavedine.

Gelbe Schleife Birstein

Birstein (gs). Bürgermeister Wolfgang Gottlieb „sprach von einem Bekenntnis zur Bundeswehr“, gestand aber auch, das er bis vor kurzem noch nichts von der „Gelben Schleife“ gehört hatte. Da er bei der 777-Jahr-Feier des Ortsteils Lichenroth  in Urlaub war, hatte er damals  auch nichts von der Division Schnelle Kräfte in Stadtallendorf, deren Förderverein des Stabs und die Aktion der Solidarität mit den Soldaten mitbekommen. Jetzt ist er aber bestens informiert und wird beim Anblick der „Gelben Schleife“, die seine Gemeinde bekommen hat, immer an den nicht ungefährlichen Dienst in der Bundeswehr erinnert.

Oberst im Generalstab (i. G. ) Sascha Zierold und Hauptmann Martin Würz (Vorsitzender des Fördervereins) übergaben dem Bürgermeister im Beisein einiger Kommunalpolitiker und Reservisten die „Gelbe Schleife“ mit dem Gemeindewappen. Birstein ist die 42. Kommune, die damit ihre Solidarität mit den Soldaten weithin sichtbar kund tut. Auch 17 Privatpersonen oder Unternehmen haben bisher solche Schleifen bekommen, sagten der Oberst und der Hauptmann.

Wie Bürgermeister Gottlieb bei der Begrüßung erklärte, hätte Dieter Schleich aus Lichenroth den Antrag für die „Gelbe Schleife“ gestellt, der Gemeindevorstand habe sich damit befasst und ihn ausführlich diskutiert. „Unsere Entscheidung ist eine gute Sache, wir wollen uns öffentlich dazu bekennen und ein Zeichen setzen, das haben ja andere Gemeinden auch schon getan“, sagte der Rathauschef.

Oberst Zierold stellte seine Divison mit rund 10000 Soldaten in Westdeutschland vor, das seien Luftlandekräfte, Heeresflieger und das Kommando Spezialkräfte ( KSK) sowie eine niederländische Brigade. Rund 2000 Soldaten hätten im vergangenen Jahr im Auftrag des Bundestages, also im Auftrag der Bürger, im Ausland Dienst geleistet. Aus diesem Grunde sei die „Gelbe Schleife“ für „uns als Wertschätzung, Solidarität und Zustimmung so wichtig. Es freut uns riesig, dass eine Gemeinde wie diese, hier mitmacht“. Er dankte den Verantwortlichen im Namen der Soldaten, dass es ihnen „nicht egal ist, was wir machen“.  Auch Vorsitzender Hauptmann Martin Würz war den Gremien von Birstein für das sichtbare Zeichen der Solidarität dankbar. Der Förderverein lebe von Spenden und Mitgliedsbeiträgen. Mit dem Geld werde Soldaten, deren Familien, Beamten und Angestellten in der Bundeswehr in Notfällen geholfen. Diese Hilfe sei der erste Satzungszweck, der zweite sei das Aufstellen der „Gelben Schleifen“ als Zeichen der Solidarität. So werde die Wertschätzung des Dienstes  sichtbar nach außen getragen. „Dieses Zeichen wird gesehen“, sagte er. Drittens setze man sich für das Gedenken der Toten ein.

Hauptfeldwebel der Reserve (d. R.) Dieter Schleich aus Lichenroth, der Mitglied der Reservistenkameradschaft Lautertal ist, hatte es mit dem Vorsitzenden der Kreisgruppe Oberhessen, Oberstabsfeldwebel d. R. Achim Höll, und dessen Stellvertreter Fähnrich d. R. Gernot Schobert ermöglicht, dass die Reservistenmusik Hessen bei der 777-Jahr-Feier von Lichenroth ein anderthalbstündiges Wohltätigkeitskonzert gab. Den Erlös in Höhe von 400 Euro übergab er dem Förderverein. Mit dabei war auch Lautertals Bürgermeister Dieter Schäfer, der mit dem Birsteiner Kollegen in der Gruppe der „G-9-Bürgermeister“ zusammen arbeitet, dessen Gemeinde aber noch nicht kannte. Er informierte sich über die Arbeit des Fördervereins, denn als Lautertal am 3. Oktober 2017 die „Gelbe Schleife“ bekam, war er noch nicht im Amt.

Bürgermeister Gottlieb, sein Kollege Schäfer, Dieter Schleich, Hauptmann Würz und Achim Höll bei der Übergabe der 400-Euro-Spende an den Förderverein der DSK.

Bürgermeister Gottlieb, sein Kollege Schäfer, Dieter Schleich, Hauptmann Würz und Achim Höll bei der Übergabe der 400-Euro-Spende an den Förderverein der DSK.

Bürgermeister Gottlieb bekam von den Vertretern der Division Schnelle Kräfte die "Gelbe Schleife" für Birstein.

Bürgermeister Gottlieb bekam von den Vertretern der Division Schnelle Kräfte die „Gelbe Schleife“ für Birstein.

Stolz präsentiert Bürgermeister Gottlieb imBeisein von Kommunalpolikern und der Vertreter der DSK die "Gelbe Schleife" für Birstein.

Stolz präsentiert Bürgermeister Gottlieb im Beisein von Kommunalpolitikern und der Vertreter der DSK die „Gelbe Schleife“ für Birstein.

Die Bürgermeister Gottlieb und Schäfer (von links) informierten sich bei Hauptmann Würz und Oberst Zierold über die DSK und die "Gelbe Schleife".

Die Bürgermeister Gottlieb und Schäfer (von links) informierten sich bei Hauptmann Würz und Oberst Zierold über die DSK und die „Gelbe Schleife“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bilder: Schobert

Wahlen bei der RK Hochtaunus

Die RK Hochtaunus hat gewählt. Vorsitzender Stabsfeldwebel d. R. Thomas Schupbach, sein Stellvertreter Hauptbootsmann d. R. Oliver Ickstadt und Kassenwart Oberfeldwebel d. R. Marc Desch wurden in ihren Ämtern bestätigt. Neu im Vorstand ist Feldwebel d. R. Christian Wehrheim als Schriftführer, wiedergewählt wurden auch die beiden Revisoren Oberst d. R. Alexander Krutzek und Oberstleutnant d. R. Dr. Steffen  Eube. Die Wahl leitete  KrOrgLtr Klaus Merklinger, die Verpflichtung führte das RK-Mitglied Dr. Paul  Freiling, Vizepräsident für Mitgliedergewinnung und Service des VdRBw, durch.

Vizepräsident Dr. Freiling verpflichtet den wiedergewählten Vorstand (von links nach rechts): Hauptbootsmann d. R. Ickstadt (stellv. Vorsitzender), Oberfeldwebel d. R. Marc Desch (Kassenwart), Stabsfeldwebel d. R. Schupbach (Vorsitzender) und Oberstleutnant d. R. Onno Onneken (stellv. Revisor)

Vizepräsident Dr. Freiling verpflichtet den wiedergewählten Vorstand (von links nach rechts): Hauptbootsmann d. R. Ickstadt (stellv. Vorsitzender), Oberfeldwebel d. R. Marc Desch (Kassenwart), Stabsfeldwebel d. R. Schupbach (Vorsitzender) und Oberstleutnant d. R. Onno Onneken (stellv. Revisor)

Volkstrauertag 2018

Die Reservistenkameradschaft Lauterbach/Wartenberg unterstützte auch dieses Jahr auf dem Friedhof, die Gedenkfeier der Gemeinde

Wartenberg zum Volkstrauertag. Unter der Leitung von OFw d. R. Bernd Vogel gedachte man der gefallenen Soldaten der beiden Weltkriege.

Bericht Tag der Reservisten

„Flecktarn“ und „Nato-Oliv“ im „Sprudelhof“ von Bad Nauheim

RK Wetterau richtete Tag der Reservisten auf – „Gelbe Schleife“ für die Stadt

Bad Nauheim(gs). Die Farben „Flecktarn“ und „Nato-Oliv“ beherrschten beim Tag der Reservisten für einige Stunden den „Sprudelhof“ von Bad Nauheim. Höhepunkt in dem größten geschlossenen Jugendstil-Element Europas war die Übergabe der 40. „gelben Schleife“ der Solidarität durch Generalmajor Andreas Marlow vom Förderverein Stab Division Schnelle Kräfte (DSK) an Bürgermeister Klaus Kreß. Damit setzte die Kurstadt ein sichtbares Zeichen ihrer Solidarität mit den Soldaten und Soldatinnen im Einsatz. „Diese Ehrung ist keine Selbstverständlichkeit. Die Schleife wird an prominenter Stelle im Rathaus zu sehen sein“, sagte der Rathaus-Chef, nachdem er sie vom DSK-Kommandeur aus Stadtallendorf erhalten hatte. Kreß lobte den Einsatz der Bundeswehr in Krisenregionen, vergaß aber auch nicht die Arbeit der Polizei und der vielen Rettungskräfte. Er sicherte allen „moralische Unterstützung für ihren Dienst“ zu.

General Marlow sprach von einer „beeindruckenden Veranstaltung“ im „Sprudelhof“. Seit 1990 habe sich in Sachen Bundeswehr-Standorte in Hessen sehr viel getan, viele Einheiten seien verschwunden, viele Patenschaften mit Gemeinden seien erloschen, geblieben sei jedoch die Herzlichkeit der Hessen für ihre Bundeswehr. Es sei ihm eine große Freude, der Stadt Bad Nauheim an diesem Tag die „gelbe Schleife“ zu übergeben, erklärte er. Derzeit sind laut Marlow 1000 Soldaten aus seiner Division im Auslandseinsatz. In den vergangenen Jahren starben dabei vier Soldaten aus seiner Einheit.

„Hessen ist ein wichtiger Standort für die Divison Schnelle Kräfte“, sagte Landesvorsitzender Oberst d. R. Volker Stein. Er erinnerte daran, dass diese Region zur Zeit des „kalten Krieges“ ein sehr „sensibler Landstrich“ gewesen sei. Zehn bis 15 Prozent des Einsatzkontingents beständen heute aus Reservisten, die Bundeswehr brauche diese Spezialisten. Das solle durch diesen „Tag der Reservisten“ dokumentiert werden. Er zeichnete Bürgermeister Klaus Kreß und den Wetterauer RK-Vorsitzenden Major d. R. Harry Paduch mit seiner Coin aus.

Etwas später stand Stabsfeldwebel d. R Jens Farschtschiyan im Mittelpunkt. Paduch übergab  ihn im Auftrag des Deutschen Komitees der Confedération Européenne des Anciens Combattants das Europakreuz. Der 42-Jährige bekam Urkunde und Orden „in dankbarer Würdigung jahrelanger persönlicher Verdienste um die Versöhnung der ehemaligen Kriegsgegner und Kriegsopfer, um die Freundschaft der Jugend und das Streben, ein geeintes Europa der sozialen Gerechtigkeit in Frieden und Freiheit für die Zukunft zu schaffen“.  Die Veranstaltung wurde von der Reservistenmusik Hessen umrahmt.

Die veranstaltende RK Wetterau  hatte mit Hilfe anderer Kameradschaften und Gruppierungen eine beeindruckende Veranstaltung in dem herrlichen Umfeld organisiert. Der Reservistenverband mit Organisationsleiter Oberstleutnant d. R. Klaus Merklinger, die Gesellschaft für Sicherheitspolitik mit Oberstleutnant d. R. Hans-Peter Hess und die Aktion für behinderte Menschen mit Oberst  a. D. Jürgen Damm informierten an ihren Ständen unter den Arkaden. Munga, Iltis, Wolf und Unimog S404 erinnerten an Fahrzeug-Generationen der Bundeswehr, liebevoll von ihren Besitzern Instand gehalten. Daneben war ein neues Fahrzeug des Aufklärungs- und Verbindungszugs (AVZ) vom Fuhrparkservice zu bewundern. Die Arbeit der britischen Armee wurde von einer oberhessischen Gruppe mit Original-Fahrzeugen (drei Landrovern und zwei Späh-Fahrzeuge Ferret) präsentiert. Ein GMC 2,5 Tonnen, eine Dodge ¾ Tonnen (beide aus dem Zweiten Weltkrieg) und ein Ford M 151 „Mutt“ waren die ausgestellten Fahrzeuge der US-Army. Neben einem Fahrrad der Schweizer Armee standen zwei Kleinkrafträder der Bundeswehr.

Karriereberater der Bundeswehr aus Fulda stellten die Berufsmöglichkeiten als Soldat vor. Über die Gefahren durch Landminen und deren Entschärfung wurde an einem Stand mit Attrappen informiert, daneben waren Handwaffen der Bundeswehr – heute und einst –ausgestellt. Auch die DRK-Ortsvereinigung, der Johanniter-Regionalverband, das THW, die Freiwillige Feuerwehr und die Polizei nutzen die Gelegenheit zur Vorstellung ihrer Tätigkeit und suchten Gespräche mit den Besuchern, die gezielt in den „Sprudelhof“ kamen oder zufällig durch die Parkanlage bummelten.

„Ohne Mampf, kein Kampf“, dieses alte Sprichwort bewährte sich auch diesmal. Zehn Mitglieder der RK Büdingen waren mit ihrer mit Holz beheizten Feldküche gekommen. Beim ersten Einsatz dieser neu erworbenen „Gulaschkanone“ wurden alle 150 Liter Erbsensuppe verkauft. Befürchtungen, man müsse noch etwas in den Ostkreis mit nach Hause nehmen, traten nicht ein. An der Würstchen- und Pommesbude bildeten sich zuweilen lange Schlangen aus hungrigen Besuchern. Etwas Besonders bot die „Kult-Land“-Brauerei aus Friedberg-Ockstadt an: Bier in Fünf-Liter-Partydosen als „Sonder-Edition 03.10.2018 Tag der Reservisten und Rettungskräfte“.  

Zahlreiche Mitglieder der „Veteranen“, einem Motorradclub von Reservisten, fuhren hinter „Wolf“ und „Iltis“ im Konvoi zum Ehrenmal, wo zum Gedenken an die Gefallenen zwei Kränze niedergelegt wurden.

Abschluss der abwechslungsreichen Veranstaltung war eine Übung der Rettungskräfte, bei der ein Verkehrsunfall simuliert wurde. Aus zwei Fahrzeugen, mit denen versucht wurde, über die Treppe auf das Gelände zu fahren, mussten mehrere Personen gerettet werden.

Zweiräder mit und ohne Motor waren zu sehen

Dackelgarage an Dackelgarage

Ohne „Mampf kein Kampf“

Der Informationsstand des Verbandes Bild Gniffke

Ein „Iltis“ mit Anhänger

Die Feldküche der RK Büdingen. Die zehn Helfer hatten viel zu tun

Der Feldkoch der RK Büdingen hatte viel zu tun

Blick auf den Verpflegungsbereich

Die „Engländer“ aus Oberhessen

Die „Kultur-Land“-Brauerei hatte für den Reservisten eine Sonderabfüllung in ein Fünf-Liter-Fass hergestellt

Zelt an Zelt, die „Dackelgaragen“ für je zwei Soldaten

übergabe gelbe schleife

Landesvorsitzender Oberst d. R. Volker Stein zeichnet den Bürgermeister mit seiner Coin aus. Bilder: Gniffke

Hier fahren die Veteranen zur Kranzniederlegung. Bild: Gniffke

Kranzniederlegung am Ehrenmal Bild Gniffke

Abfahrt der Veteranen Bild Gniffke

Aufbau des Zeltes Bild Gniffke

Informationen über Landminen

Fahrzeuge des britischen Militärs waren zu sehen

Ein Blick auf die britischen Kfz

Hier ging es in den militärischen Teil des „Sprudelhofs“

Waffen der Bundeswehr

Blick auf die Gäste

Ehrenkreuz für Jens Farschtschiyan

Die hess. Reservistenmusik

Die Gäste bei der Übergabe der Schleife

 

Großer Zuspruch beim Tag der Reservisten in Bad Nauheim

„Flecktarn“ und „Nato-Oliv“ im „Sprudelhof“ von Bad Nauheim

RK Wetterau richtete Tag der Reservisten auf – „Gelbe Schleife“ für die Stadt

Bad Nauheim(gs). Die Farben „Flecktarn“ und „Nato-Oliv“ beherrschten beim Tag der Reservisten für einige Stunden den „Sprudelhof“ von Bad Nauheim. Höhepunkt in dem größten geschlossenen Jugendstil-Element Europas war die Übergabe der 40. „gelben Schleife“ der Solidarität durch Generalmajor Andreas Marlow vom Förderverein Stab Division Schnelle Kräfte (DSK) an Bürgermeister Klaus Kreß. Damit setzte die Kurstadt ein sichtbares Zeichen ihrer Solidarität mit den Soldaten und Soldatinnen im Einsatz. „Diese Ehrung ist keine Selbstverständlichkeit. Die Schleife wird an prominenter Stelle im Rathaus zu sehen sein“, sagte der Rathaus-Chef, nachdem er sie vom DSK-Kommandeur aus Stadtallendorf erhalten hatte. Kreß lobte den Einsatz der Bundeswehr in Krisenregionen, vergaß aber auch nicht die Arbeit der Polizei und der vielen Rettungskräfte. Er sicherte allen „moralische Unterstützung für ihren Dienst“ zu.

General Marlow sprach von einer „beeindruckenden Veranstaltung“ im „Sprudelhof“. Seit 1990 habe sich in Sachen Bundeswehr-Standorte in Hessen sehr viel getan, viele Einheiten seien verschwunden, viele Patenschaften mit Gemeinden seien erloschen, geblieben sei jedoch die Herzlichkeit der Hessen für ihre Bundeswehr. Es sei ihm eine große Freude, der Stadt Bad Nauheim an diesem Tag die „gelbe Schleife“ zu übergeben, erklärte er. Derzeit sind laut Marlow 1000 Soldaten aus seiner Division im Auslandseinsatz. In den vergangenen Jahren starben dabei vier Soldaten aus seiner Einheit.

„Hessen ist ein wichtiger Standort für die Divison Schnelle Kräfte“, sagte Landesvorsitzender Oberst d. R. Volker Stein. Er erinnerte daran, dass diese Region zur Zeit des „kalten Krieges“ ein sehr „sensibler Landstrich“ gewesen sei. Zehn bis 15 Prozent des Einsatzkontingents beständen heute aus Reservisten, die Bundeswehr brauche diese Spezialisten. Das solle durch diesen „Tag der Reservisten“ dokumentiert werden. Er zeichnete Bürgermeister Klaus Kreß und den Wetterauer RK-Vorsitzenden Major d. R. Harry Paduch mit seiner Coin aus.

Etwas später stand Stabsfeldwebel d. R Jens Farschtschiyan im Mittelpunkt. Paduch übergab  ihn im Auftrag des Deutschen Komitees der Confedération Européenne des Anciens Combattants das Europakreuz. Der 42-Jährige bekam Urkunde und Orden „in dankbarer Würdigung jahrelanger persönlicher Verdienste um die Versöhnung der ehemaligen Kriegsgegner und Kriegsopfer, um die Freundschaft der Jugend und das Streben, ein geeintes Europa der sozialen Gerechtigkeit in Frieden und Freiheit für die Zukunft zu schaffen“.  Die Veranstaltung wurde von der Reservistenmusik Hessen umrahmt.

Die veranstaltende RK Wetterau  hatte mit Hilfe anderer Kameradschaften und Gruppierungen eine beeindruckende Veranstaltung in dem herrlichen Umfeld organisiert. Der Reservistenverband mit Organisationsleiter Oberstleutnant d. R. Klaus Merklinger, die Gesellschaft für Sicherheitspolitik mit Oberstleutnant d. R. Hans-Peter Hess und die Aktion für behinderte Menschen mit Oberst  a. D. Jürgen Damm informierten an ihren Ständen unter den Arkaden. Munga, Iltis, Wolf und Unimog S404 erinnerten an Fahrzeug-Generationen der Bundeswehr, liebevoll von ihren Besitzern Instand gehalten. Daneben war ein neues Fahrzeug des Aufklärungs- und Verbindungszugs (AVZ) vom Fuhrparkservice zu bewundern. Die Arbeit der britischen Armee wurde von einer oberhessischen Gruppe mit Original-Fahrzeugen (drei Landrovern und zwei Späh-Fahrzeuge Ferret) präsentiert. Ein GMC 2,5 Tonnen, eine Dodge ¾ Tonnen (beide aus dem Zweiten Weltkrieg) und ein Ford M 151 „Mutt“ waren die ausgestellten Fahrzeuge der US-Army. Neben einem Fahrrad der Schweizer Armee standen zwei Kleinkrafträder der Bundeswehr.

Karriereberater der Bundeswehr aus Fulda stellten die Berufsmöglichkeiten als Soldat vor. Über die Gefahren durch Landminen und deren Entschärfung wurde an einem Stand mit Attrappen informiert, daneben waren Handwaffen der Bundeswehr – heute und einst –ausgestellt. Auch die DRK-Ortsvereinigung, der Johanniter-Regionalverband, das THW, die Freiwillige Feuerwehr und die Polizei nutzen die Gelegenheit zur Vorstellung ihrer Tätigkeit und suchten Gespräche mit den Besuchern, die gezielt in den „Sprudelhof“ kamen oder zufällig durch die Parkanlage bummelten.

„Ohne Mampf, kein Kampf“, dieses alte Sprichwort bewährte sich auch diesmal. Zehn Mitglieder der RK Büdingen waren mit ihrer mit Holz beheizten Feldküche gekommen. Beim ersten Einsatz dieser neu erworbenen „Gulaschkanone“ wurden alle 150 Liter Erbsensuppe verkauft. Befürchtungen, man müsse noch etwas in den Ostkreis mit nach Hause nehmen, traten nicht ein. An der Würstchen- und Pommesbude bildeten sich zuweilen lange Schlangen aus hungrigen Besuchern. Etwas Besonders bot die „Kult-Land“-Brauerei aus Friedberg-Ockstadt an: Bier in Fünf-Liter-Partydosen als „Sonder-Edition 03.10.2018 Tag der Reservisten und Rettungskräfte“.  

Zahlreiche Mitglieder der „Veteranen“, einem Motorradclub von Reservisten, fuhren hinter „Wolf“ und „Iltis“ im Konvoi zum Ehrenmal, wo zum Gedenken an die Gefallenen zwei Kränze niedergelegt wurden.

Abschluss der abwechslungsreichen Veranstaltung war eine Übung der Rettungskräfte, bei der ein Verkehrsunfall simuliert wurde. Aus zwei Fahrzeugen, mit denen versucht wurde, über die Treppe auf das Gelände zu fahren, mussten mehrere Personen gerettet werden.

 

 

übergabe gelbe schleife

Ehrenkreuz für Jens Farschtschiyan

Die hess. Reservistenmusik

Die Gäste bei der Übergabe der Schleife

Dackelgarage an Dackelgarage

Tag der Reservisten und Rettungskräft 03.10.2018

Am 03.10.2018 findet der Tag der Reservisten und Rettungskräfte in Bad Nauheim statt.

Beginn 10:00 Uhr

Mehr Infos hier im Flyer

18-06-25 Flyer_Tag-der-Reservisten_4c_A5 v5

Pokalschießen der Kreisgruppe Oberhessen

Am  Samstag, 22. September, findet das Pokalschießen der Kreisgruppe Oberhessen auf der Standortschießanlage in Stadtallendorf statt.

Jeder RK kann bis zu drei Mannschaften zu je vier Schützen melden, es wird mindestens ein Funktioner erfordert, auch Einzelschützen können mitmachen.

Um 7.30 Uhr ist Eintreffen der Funktioner und Aufbau der Stände, die Schützen kommen um 8.30 Uhr, um 9 Uhr ist Antreten mit Belehrung, geschossen wird ab 9.30 Uhr.

Anmeldungen bis 24. August unter Angabe von Dienstgrad, Vorname, Name und RK, des jeweiligen Mannschaftsführers, des Namens der Mannschaft. Anmeldung nur per Mail an die Geschäftsstelle in Stadtallendorf.

Geschossen werden die Übungen G 36-S-2 und die Pistole P8-S-1. Die Schützen müssen die vorherigen Grundschießübungen –S-1 erfüllt haben und die Waffen beherrschen.

Für die Plätze eins bis drei (Einzel- und Mannschaftswertung) gibt es Pokale und Urkunden.

Mehr Informationen in der Ausschreibung, die in der Geschäftsstelle erhältlich ist:   E-Mail: stadtallendorf [at] reservistenverband.de

Große Schau zum 15-jährigen Bestehen Jubiläum der Feldataler Reservisten mit Vorführungen und Ehrungen

Feldatal. Ein umfangreiches Programm organisierte die Reservistenkameradschaft (RK) Feldatal für ihr 15-jähriges Bestehen auf dem RK-Gelände in Groß-Felda. Zahlreiche Gäste und Teilnehmer, davon viele Abordnungen von Kameradschaften der Kreisgruppe Oberhessen, wurden durch den Vorsitzenden der Feldataler Reservisten, Hauptfeldwebel der Reserve (d. R.) Hans-Joachim Gelhar, begrüßt.

Zu dieser groß angelegten Veranstaltung war auch die Bevölkerung aus dem Feldatal eingeladen, die dem Programm ab 10 Uhr beiwohnen konnte. Die Wehren aus dem Feldatal zeigten schnell und sicher die Löschung eines Pkw-Brandes mittels eines Löschschaumangriffs. Weiterhin wurde eine Fettexplosion dargestellt. Bei einem simulierten Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person bewies die Besatzung des Rüstzeugwagens mittels hydraulischer Schere und Spreizer ihr Können bei der Bergung des Opfers. Im zweiten Auto wurde der Verletzte durch das DRK-Team erstversorgt. Auf dem Gelände gab es Informationen über ausgestellte Militärfahrzeuge, Fahrzeuge der Feuerwehr, Gerätewagen, Fernmeldezug, Rettungswagen und Krankentransportwagen-B vom DRK. Der Reservistenverband hatte ein Info-Zelt aufgestellt. Über Waffen und Sprengfallen informierte Oberstleutnant Uwe Gniffke. An einem anderen Stand konnten sich die Besucher über die umfangreiche Ausrüstung eines Bundeswehrsoldaten ein Bild machen. Zuletzt zeigten die Reenactors F.E.A.R. Hessen (Darsteller britische Armee) an ihrem Check-Point die Durchsuchung eines Fahrzeuges und einer Person, angelehnt an eine Situation in Afghanistan.

„Reservisten Feldatal, das bedeutet Kameradschaft, Engagement, Initiative und Herzblut, das die inzwischen über 50 Mitglieder zutage legen, was gerne von höherer Stelle mit einem Dank beurkundet wurde“, sagte Oberfeldwebel d. R. Hilmar Wolf, stellvertretender Vorsitzender der RK Feldatal, als er mit dem Organisationsleiter der Kreisgruppe Oberhessen, Oberstleutnant d. R. Klaus Merklinger, Ehrungen vornahm:

Hauptmann d. R. Dominik Hofmann, Stabsunteroffizier d. R. Jürgen Nöhr und Stabsunteroffizier d. R. Feldwebelanwärter Timo Kumpies erhielten bronzene Ehrennadeln des Verbandes. Die Landesehrennadel in Silber bekam Oberfeldwebel d. R. Hilmar Wolf. Die höchste Auszeichnung des Verbandes der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V., die Bundesehrennadel in Gold, wurde an Hauptfeldwebel d. R. Hans-Joachim Gelhar überreicht.

Dankurkunden für die aktive Teilnahme an diesem Jubiläum im Rahmen der Zivil-Militärischen-Zusammenarbeit wurde an Gemeindebrandinspektor Rüdiger Klaus für die Feuerwehr Groß-Felda-Kestrich sowie an Bereitschaftsleiter Ingo Storkebaum für das DRK Groß-Felda, an Rick Jäger für die Reenactors F.E.A.R Hessen sowie an Oberstleutnant Uwe Gniffke für seine Mine Awarness (Minen-Ausbildung) ausgehändigt. Ein Dank ging auch an alle Firmen, Vereine und Personen, die in den 15 Jahren die RK Feldatal unterstützten.

Mit einer Schweigeminute gedachte man der Verstorbenen der RK Feldatal und wünschte allen im Einsatz befindlichen Soldatinnen und Soldaten eine gesunde Rückkehr.

Unter den Gästen war Bürgermeister Leopold Bach, Ortsvorsteher Hans-Jürgen Schneider, der Erste Beigeordnete Daniel Wolf war als aktiver Feuerwehrmann anwesend. Auch der stellvertretende Vorsitzende des DRK-Kreisverbandes, Robert Belouschek, schaute sich die breit gefächerte Veranstaltung an. Gäste, Teilnehmer, Reservisten und Besucher  wurden den ganzen Tag mit Speisen und Getränken versorgt, nach der offiziellen Veranstaltung ab 17 Uhr feierte man noch einige Stunden in gemütlicher Runde mit Musik und Lagerfeuer.

Fazit der RK: „Eine gelungene Veranstaltung durch die Kombination von Information, Kommunikation und gemütlichen Beisammensein… gerne wieder“.

 

Die Teilnehmer und Gäste bei der Begrüßung

Die Teilnehmer und Gäste bei der Begrüßung

Personenkontrolle an einem Check Point.

Personenkontrolle an einem Check Point.

Die Geehrten: Stabsunteroffizier d. R. Jürgen Nöhr, Stabsunteroffizier d. R. Feldwebelanwärter Timo Kumpies, Oberfeldwebel d. R. Hilmar Wolf, Hauptmann d. R. Dominik Hofmann und Hauptfeldwebel d. R. Hans-Joachim Gelhar mit Oberstleutnat Gniffke (links) und Oberstleutnant d. R. Klaus Merklinger (Zweiter von links).

Die Geehrten: Stabsunteroffizier d. R. Jürgen Nöhr, Stabsunteroffizier d. R. Feldwebelanwärter Timo Kumpies, Oberfeldwebel d. R. Hilmar Wolf, Hauptmann d. R. Dominik Hofmann und Hauptfeldwebel d. R. Hans-Joachim Gelhar mit Oberstleutnat Gniffke (links) und Oberstleutnant d. R. Klaus Merklinger (Zweiter von links).

Ein Teil des Fahrzeugparks am Gelände des RK-Heims.

Ein Teil des Fahrzeugparks am Gelände des RK-Heims.

Unfallauto: Die Rettung aus einem Unfallauto wurde vorgeführt.

Unfallauto: Die Rettung aus einem Unfallauto wurde vorgeführt.

Jürgen Schmidt gestorben

 

Mit seiner Frau, den beiden Töchtern und ihren Familien trauert die RK Schotten um Jürgen Schmidt. Der Obergefreite der Reserve war bei einem Verkehrsunfall mit seinem Motorrad gestürzt und verstarb noch während der notärztlichen Notfallversorgung an der Unfallstelle im Rheingau-Taunus-Kreis. Ein Landwirt hatte Teile seiner Rapsladung auf der Straße verloren, ein 58-jähriger Motorradfahrer stürzte darauf, kam ins Rutschen und prallte im Anschluss an das Krad des Schotteners. Jürgen Schmidt, am 5. Februar 1953 in Ulfa geboren, war von 1998 bis 2006 Vorsitzender der RK Schotten. „In tiefer Trauer nehmen wir Abschied von unserem langjährigen Kameraden und Freund. Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt den Angehörigen“, schrieb die RK in ihrem Nachruf in der Tageszeitung.