Corona war eine große Herausforderung
Nachtübung der Kreisgruppe im Raum Grebenau – Marsch mit Stationen

Vogelsbergkreis (gs). Der „Feind“ kann diesmal nicht aus „Rotland“, so wie es im „kalten Krieg“  bei den Übungen der Bundeswehr üblich war. Nein, er war überall gegenwärtig, er ist tückisch und lebensbedrohlich und heißt Corona. Wegen  dieses „Heimtückers“ galt es bei der Ausbildung der oberhessischen Reservisten im Raum Grebenau, besonders vorsichtig zu sein und sich entsprechen zu „verteidigen“. Dazu zählten ein umfangreiches Hygienekonzept, diverse Auflagen von Ordnungs- und Gesundheitsamt und viele weitere Schutzmaßnahmen. Damit ging es schon am Meldekopf los, wo zunächst eine Selbsterklärung unterzeichnet werden musste, Fieber wurde gemessen, und erst dann durfte man an der Ausbildung teilnehmen. Wer keine Gesichtsbedeckung dabei hatte, bekam sie gestellt. Immer wieder mindestens 1,5 Meter Abstand und desinfizieren (65 Liter Desinfektionsmittel stand zur Verfügung) waren weitere Vorschriften, denen alle gerne Folge leisteten, denn die Gesundheit stand an erster Stelle. Das alles war eine große Herausforderung für die Reservistenkameradschaft Vogelsberg, die die Tag- und Nachtübung am Schwarzbachteich in Grebenau durchführte. Mit dabei waren nicht nur Reservisten und Reservistinnen sondern auch aktive Soldaten und Soldatinnen sowie fördernde Mitglieder. Die Frauen der RK Vogelsberg hatten den Meldekopf übernommen und maßen täglich die Temperatur bei jedem, der eintraf und bei jedem der ging.

Reservisten wissen schon lange, was „organisieren“ bedeutet. So stammten die Zelte und Feldbetten für die Übernachtung aus Privatbeständen, die Verpflegung kam aus der Kantine der Bundeswehr in Stadtallendorf, geländegängige Fahrzeuge stellten zwei Reservisten, Teile des Ausbildungsmaterials kamen von der Bundeswehr. Am Rande des Übungsgeländes war eine Ausstellung geländegängiger Fahrzeuge der Firma Hofmann aus Niederaula aufgebaut. Auch externe Hilfe wurde gewährt. So sorgten Schwimm-Meister Patrick Hofmann und Mathias Reimer (DLRG Alsfeld) bei der Schlauchbootübung für die erforderliche Sicherheit. Die Ärztin Birgit Beyer, deren Mann mit der Mannschaft der RK Feldatal unterwegs war, stand für alle Fälle zur Verfügung. Alle drei mussten jedoch nicht eingreifen.

Nach der Ausbildung am Tag (wir berichten an anderer Stelle) absolvierten sieben Mannschaften die Nachtübung als Wettkampf mit Stationen. Oberfeldwebel Maikel Jauer versammelte die Gruppenführer um sich, erläuterte die Lage, nach der sich der Feind im Raum Schlitz und Rimbach befindet, vermutlich die Bevölkerung einschüchtern und Oberhessen destabilisieren wolle.  Die RK Vogelsberg soll den  Raum Grebenau gewinnen und den Raum bei Schwarzenbachgrund für mindestens zwölf Stunden halten. Dazu wurden Gruppen als Spähtrupp losgeschickt. Auf einer Strecke von über zwölf Kilometern mussten nach Koordinaten verschiedene Punkte angelaufen werden und Aufgaben zu lösen.

Los ging es am Kiosk am Schwarzbachteich zum nächsten Teich, wo mit Hilfe des Doppelfernglases (DF) und deren Strichmarkierung die Entfernung zu fünf Zielen ermittelt werden sollte. Wieder am ersten Teich, legten drei Gruppenmitglieder Schwimmwesten an und setzten auf Zeit im Schlauchboot ans andere Ufer über, von dort ging es bergauf durch den Wald. Nur durch Zufall war hier ein verunfalltes Auto zu entdecken. Was tun? Anhalten, nach allen Seiten sichern. Dann entdeckte man in dem Wrack eine am Bein verletzte Person, die wurde  aus dem Fahrzeug herausgeholt und im Sicherheitsabstand versorgt. Über Funk wurde der Vorfall an die OPZ gemeldet und die weitere Versorgung des Verletzten in die Wege geleitet.

An der nächsten Station musste ein Fahrzeug kontrolliert werden, das hier auf einem Waldweg fuhr. Das bedeutete:

Anhalten, zwischen zwei Barrieren in den „Check Point“ einfahren lassen, Fahrzeug, Fahrer und Beifahrer sowie Ladung kontrollieren. Auch hier waren noch Erfahrungen zu sammeln, aus den Fehlern zu lernen wie zum Beispiel bei einer Gruppe, bei der nicht alles „nach Vorschrift“ lief. Die vier Soldaten hielten den Lkw bereits vor der Absperrung an und ließen ihn erst später auf Veranlassung des Stationspersonals in den Kontrollbereich einfahren. Bei der Kfz-Untersuchung mit Hilfe eines beleuchteten Spiegels wurde unter dem Auto eine Bombe entdeckt. Da musste man sich schnell in Sicherheit bringen. Fahrer und Beifahrer, die angeblich Förster waren, wurden durchsucht und befragt. Bei all den wichtigen Maßnahmen übersah  die Gruppe eine Pistole, die offen im Handschuhfach lag. Weiter ging es Richtung Ausgangspunkt, unterwegs war richtiges Verhalten in einem  Minenfeld und bei Feindkontakt gefordert.

Die erste Gruppe, die um 19 Uhr aufgebrochen war, kam um 23.30 Uhr am Teich an. Dort mussten auf dem Stand des Schützenvereins pro Mann zehn Schuss mit dem KK-Gewehr abgegeben werden. Zum Abschluss kam das Ausfüllen eines Fragebogens, „der es in sich hatte“. Hierbei ging es um neun der 51 Gründungsstaaten der Uno, das Gründungsjahr, Völkerrecht, Beitrittsländer zur EU, ständige Mitglieder des UN-Sicherheitsrates oder zehn Länder, deren Soldaten in Afghanistan im Einsatz sind oder waren. Die letzte Gruppe kam gegen 3.30 Uhr im Ziel an. Viel Schlaf gab es für diese Wettkämpfer nicht. Nach dem Frühstück und Abbau des Lagers folgte die Siegerehrung. Gewonnen hatte die Mannschaft „Jäger 921“ mit Stabsunteroffizier der Reserve (d. R.) Kai Vollmer, dem Stabsgefreiten d. R. Lars Bernhardt (RK Wiera) und den Hauptgefreiten d. R. Lukas Ruzzini (RK Frankenstein) sowie Daniel Viereck (RK Vogelsberg). Platz zwei belegte „Felder 1“ (alle RK Feldatal) mit Stabsunteroffizier d. R. Nico Bonn, den Stabsgefreiten d. R. Björn Richber und Dennis Laß sowie dem Hauptgefreiten d. R. Heinz Beyer. Dritter war  „Kurfürst“ (RK Kassel) mit Oberleutnant d. R. Valentino Lippardi, Obergefreitem d. R. Karl-Heinz Sauermann, Hauptgefreitem d. R. Christian Haertel und Schütze d. R. Stefan Hartmann. Vierter wurde die „gemischte Mannschaft RK Mittelhessen“ mit Stabsgefreitem d. R. Ralf Rühl und Hauptgefreitem d. R. Christian Gerndt (beide Mittelhessen/Reiskirchen), Obergefreitem  d. R. Thomas Wienand (RK Mittelhessen) und Obergefreitem  d. R. Steffen Liebscher (RK Wetterau), Fünfter: „Wiesel“ mit Stabsunteroffizier  Felix Becker und Förderer Marc Schöttler (beide RK Feldatal) sowie Flieger d. R. Severin Feuchtgruber und Schütze d. R. Mirko Schmidt (beide keine Verbandsmitglieder). Sechster: „VB-Förderer“ (alle RK Vogelsberg)  mit Stabsunteroffizier d. R. Silvius Theumer, Oberstabsgefreitem d. R. Daniel Prang sowie den Förderern Kevin Leifhelm, Tristan Siebert und Alexander Theumer. Siebter: „Panther“ mit der Oberstabsgefreiten d. R. Lisa Rauch (RK Hessisch Lichtenau), dem Jäger d. R. Johannes Kuhaupt und dem Förderer Dennis Heinze (beide RK Kassel) sowie dem Jäger der Reserve Christian Schwenke (RK Berlin).

 

Gewonnen hatte die Mannschaft „Jäger 921“ mit Stabsunteroffizier der Reserve (d. R.) Kai Vollmer, dem Stabsgefreiten d. R. Lars Bernhardt (RK Wiera) und den Hauptgefreiten d. R. Lukas Ruzzini (RK Frankenstein) sowie Daniel Viereck (RK Vogelsberg).
Platz zwei belegte „Felder 1“ (alle RK Feldatal) mit Stabsunteroffizier d. R. Nico Bonn, den Stabsgefreiten d. R. Björn Richber und Dennis Laß sowie dem Hauptgefreiten d. R. Heinz Beyer.
Dritter war  „Kurfürst“ (RK Kassel) mit Oberleutnant d. R. Valentino Lippardi, Obergefreitem d. R. Karl-Heinz Sauermann, Hauptgefreitem d. R. Christian Haertel und Schütze d. R. Stefan Hartmann.
Einweisung Gruppenführer
 Maikel Jauer wies die Gruppenführer in die Lage ein.
Entfernungsschätzen
Eine der ersten Aufgaben war die Feststellung von fünf verschiedenen Entfernungen mit Hilfe des DF.
Unterwegs musste eine Person aus einem Unfallwagen geborgen werden, dann galt es, seine offene Beinverletzung zu versorgen.
Ein verdächtiges Fahrzeug wurde im Check Point untersucht, dessen Fahrer wurde kontrolliert.
Mit einem leuchtenden Spiegel wurde das verdächtige Kfz untersucht
Zum Abschluss mussten mit dem KK-Gewehr zehn Schuss abgegeben werden.

Hessische Reservisten frischten ihre Kenntnisse auf.
Ausbildung im Raum Grebenau unter Corona-Bedingungen.

Rund 100 Personen, Reservisten, Reservistinnen, Aktive, Fördere und Förderinnen beteiligten sich an der Tag- und Nacht-Übung der Kreisgruppe Oberhessen im Vogelsberg rund um den Schwarzbachteich bei Grebenau. Bereits einen Tag zuvor hatten viele Helfer und Helferinnen mit dem Vorsitzenden der RK Vogelsberg, dem Stabsgefreiten d. R. Stefan Runkel, die Veranstaltung mit hohem Aufwand vorbereitet und die Ausbildungsstationen aufgebaut. Die Kreisgruppe Oberhessen war nach Ausbruch der Pandemie und der Einstellung jeglicher Aktivitäten durch Bundeswehr und Reservistenverband eine der ersten Gruppierungen in Hessen, die eine größere Veranstaltung durchführen durfte.

 

So spielten Corona-Schutzmaßnahmen und Hygiene eine ganz besondere Rolle. Aus diesem Grunde wurde bereits im Vorfeld ein umfangreiches und auf die Veranstaltung abgestimmtes Hygienekonzept mit dem zuständigen Gesundheitsamt erarbeitet und freigegeben, über dessen Einhaltung die beiden Hygienebeauftragten Anja Runkel und Heike Oest penibel wachten.

Bereits beim Betreten des Übungsgeländes und in der Folge an jedem Tag weitere Male, wurden allen an einer eigens aufgebauten Fieberstation die Temperaturen gemessen, und das Formblatt Selbstauskunft musste ausgefüllt werden. Jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin erhielt ein Päckchen Desinfektionstücher und bei Bedarf einen Mund- und Nasenschutz. „Achtet auf die Hygieneregeln, wascht die Hände lieber einmal zu viel als zu wenig, wir haben ausreichend Desinfektionsmittel zur Verfügung“, sagte der Kreisvorsitzende Oberfeldwebel der Reserve Hilmar Wolf, zur angetretenen Mannschaft.

 

Dann begann die Ausbildung in acht Gruppen zu je vier Personen, die am Abend einen Marsch nach Karte, Kompass und Koordinaten mit sieben Stationen absolvieren sollten.

Die Fernmeldeausbildung gab es bei Hauptfeldwebel d. R. Martin Kern, der die beiden Funkgeräte SEM 70 und SEM 52 vorstellte, in Betrieb nehmen und Funksprüche üben ließ.

Nebenan zeigte Oberbootsmann Lea Loll das richtige Anlegen der Schwimmweste und ließ verschiedene Knoten binden, die die Marine nutzt.

Umfangreiches Wissen über Karte und Kompass sowie das DF (Doppelfernrohr) zur groben Ermittlung von Entfernungen wurde von Stabsunteroffizier d. R. Silvius Theumer vermittelt.

 

Bei Oberfeldwebel Maikel Jauer konnten die Gruppen die Schießtechniken intensivieren.

„Ohne Mampf kein Kampf“: Das Mittagessen gab die RK Feldatal aus, es gab Marschverpflegung, abgepackt durch die Bundeswehr-Küche Stadtallendorf und in Tüten ausgegeben.

Auch der Feldwebel für Reservisten Stadtallendorf, Stabsfeldwebel Michael Kast,  informierte sich intensiv vor Ort über die Ausbildung unter Corona-Bedingungen und evaluierte die Veranstaltung im Auftrag des Landeskommandos Hessen.

 

Die Funktioner und freiwilligen Helfer sind angetreten
Einweisung in die Funkgeräte mit Martin Kern
Karte Kompass Ausbildung Silvius Theumer

Aktuelle Lageinformation

Sofortige Absage aller VVags in der
Kreisgruppe Oberhessen bis 30.04.2020

der Kreisvorsitzende Oberhessen hat am 15.03.2020 beschlossen, alle geplanten VVags mit sofortiger Wirkung bis einschließlich 30.04.2020 abzusagen!

Grund hierfür ist die aktuelle Bedrohungslage durch Covid-19.

Einzelprüfungen, geplante VVags vielleicht doch durchzuführen, sind ausgeschlossen. Darüber hinaus mahnen wir eindringlich, von Zuwiderhandlungen abzusehen.

Durch den Bundesschießsportverantwortlichen wurden auch sämtliche Schießsportveranstaltungen der RAG’en Schießsport  bundesweit abgesagt.

Sollte es Neuigkeiten oder Änderungen geben, werden Sie umgehend informiert.

Trauer um Jürgen Neubauer

Nicht nur die Kreisgruppe Oberhessen und die RK Lautertal, in der er Mitglied war, sondern auch viele Freunde in Italien trauern um Oberstabsfeldwebel der Reserve Jürgen Neubauer (Fernwald-Steinbach), Ehrenvorsitzender der Kreisgruppe. Er starb am 4. November im Alter von 75 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts. Besonders seit  als Vorsitzender der RAG Internationale Beziehungen und Zusammenarbeit hat er sich sehr für die Freundschaft mit den ehemaligen Soldaten aus Norditalien eingesetzt. In seiner Amtszeit sind Partnerschaften mit der Associazione Arma Aeronautica (Luftwaffe) oberer Gardasee (2006) und den Alpini (Gebirgsjäger) Arco (2008) sowie eine Freundschaft mit NuVolA (Zivilschutz) oberer Gardasee und Ledrotal entstanden und mit viel Leben erfüllt worden.Er hat nach seinem Wehrdienst aufgrund zahlreicher Wehrübungen den Dienstgrad Oberstabsfeldwebel erlangt. Seine Arbeit im Reservistenverband begann 1981 bis 1992 als stellvertretender Vorsitzender der RK Gießen, der er dann bis 1995 vorstand. In der Kreisgruppe Oberhessen wurde er 1985 zum stellvertretenden Kreisvorsitzenden gewählt, die Führung hatte er von 1988 bis 2009 inne. Im Jahr 2004 hatte er bei mit der von „oben auferlegten Fusion“ mit der Kreisgruppe Limes eine schwere Aufgabe zu meistern. Für seinen Einsatz als Soldat und im Reservistenverband hat er zahlreiche Auszeichnungen bekommen. Sein besonderes Engagement wurde im Jahr 2003 mit der Verleihung des Ehrenbriefes des Landes Hessen gewürdigt.

SRK Gießen betritt neues Terrain

In diesen Tagen hatte die  SRK Gießen erstmals für die Kreisgruppe Oberhessen zu einem sicherheitspolitischen Abendseminar nach Ehringshausen eingeladen. Über vier Stunden lang  hielt  Dr. David Th. Schiller einen Vortrag zum Thema: „Der Jom Kippur Krieg und seine sicherheitspolitischen Auswirkungen auf Israel“. Als Referent, der zu dieser Zeit selbst als Soldat auf israelischer Seite mitwirkte, schaffte es Dr. Schiller, die 65 Teilnehmer in seinen Bann zu ziehen.  Er war Mitglied einer israelischen Eliteeinheit und nahm an zwei Nahostkriegen teil (1973 Jom-Kippur-Krieg und 1982 Libanonkrieg). Außerdem hat er verschiedene internationale polizeiliche Spezialeinheiten beraten und mit ausgebildet. Vielen ist sein Name vielleicht auch von seiner fast 20 jährigen Tätigkeit als Mitbegründer und Chefredakteur der Zeitschriften „VISIER“ und „VISIER Spezial“ bekannt.

Der Jom-Kippur-Krieg wurde vom 6. bis zum 25. Oktober 1973 von arabischen Staaten gegen Israel geführt. Nach dem Palästinakrieg (1948/49), der Sueskrise (1956) und dem Sechstagekrieg von 1967 war er der vierte arabisch-israelische Krieg im Rahmen des Nahostkonflikts. Er begann mit einem Überraschungsangriff von  Ägypten und Syrien am 6. Oktober 1973, dem höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur, auf dem Sinai und den Golanhöhen, die 1967 von Israel während des Sechstagekrieges erobert worden waren. An den ersten zwei Tagen rückten die Streitkräfte Ägyptens und Syriens vor, danach aber wendete sich der Kriegsverlauf zugunsten der Israelis, die zuerst ihre Truppen hatten mobilisieren müssen. Nach der zweiten Kriegswoche waren die Syrer vollständig aus den Golanhöhen abgedrängt worden. Im Sinai waren die israelischen Verteidigungsstreitkräfte zwischen zwei ägyptischen Armeen durchgebrochen, hatten den Sueskanal überschritten und eine ganze ägyptische Armee abgeschnitten. Ein UN-Waffenstillstand trat am 24. Oktober 1973 in Kraft.

Die SRK Gießen ist dem Schützenverein Tell Ehringshausen/ Dillheim für die hervorragende Bewirtung dankbar, der Vorstand hofft, eine solche Veranstaltung auch im nächsten Jahr durchführen zu können.

Bildunterschrift:  Dr. David Th. Schiller (rechts) berichtete bei der SRK über: „Der Jom Kippur Krieg und seine sicherheitspolitischen Auswirkungen auf Israel“

Text und Bild: Christian Kramer

 

Änderungen im DVag-Programm

Anders als geplant hat es bei den dienstlichen Veranstaltungen im zweiten Halbjahr einige Änderungen gegeben

Dienstliche Veranstaltungen (DVag)

16.08.-18.08.2019

IGF/KLF Abnahme

2. Durchgang 2019

Stadtallendorf

21.09.2019

Schulschießen

Schützenschnur

Stadtallendorf

19.10.2019

 

 

 

09.11.2019

Schulschießen

Kreispokalschießen

 

 

AGSHP

Vorbereitung Nachtschießen

Stadtallendorf

 

 

 

Stadtallendorf

22.11.-23.11.2019

Schulschießen

Nacht-/Tagschießen

Stadtallendorf

 

Geändert haben sich folgende Vorhaben:

  • 16.-18.08.2019 IGF/KLF Durchgang 2/2019
  • 21.09.2019 (ursprünglicher Termin IGF/KLF- Schießen) – jetzt Schulschießen Schützenschnur
  • Der Wachsame Keiler`19 entfällt in diesem Jahr

Gästeschießen der Kreisgruppe Oberhessen

Oberhessen (gs). „Ganz herzlichen Dank für Ihre Einladung zum Gästeschießen! Der Tag war sehr lehrreich und hat uns beiden viel Spaß gemacht. Bis wieder mal, beste Grüße aus Gießen“! Mit dieser Mail bedankten sich Daniela Jensen und Wolfgang Cloos, zwei der 42 Teilnehmer des Gästeschießens der Kreisgruppe Oberhessen auf der Standortschießanlage in Stadtallendorf.

Die beiden Sachbearbeiter für Zivil-Militärische Zusammenarbeit beim Regierungspräsidium Gießen arbeiten  eng mit dem Bezirksverbindungskommando zusammen, mit der Kreisgruppe Oberhessen hatten sie bis jetzt aber noch nichts zu tun. Die Veranstaltung in Stadtallendorf lief ruhig und problemlos ab, dafür sorgten die aktiven Reservisten, die die Einweisung der Gäste, Zivilisten, Förderer und Ü 65, in die Handhabung der Pistole P 8 und das Gewehr G36 vornahmen.

Erste Erfahrungen mit den Waffen wurden dann beim AGSHP-Schießen in der Herrenwald-Kaserne gesammelt. Die Ergebnisse bei anschließenden Schießen mit dem Gewehr, 100 Meter sitzend aufgelegt, und der Pistole, 20 Meter auf Zehner-Ringscheibe, waren beachtenswert. Das stellten der erste stellvertretende Kreisvorsitzende Fähnrich d. R. Gernot Schobert und der Gesamt-Leitende, der oberhessische Organisationsleiter Oberstleutnant d. R. Klaus Merklinger bei der Siegerehrung fest. Zuvor wurden die Waffen vorschriftsmäßig gereinigt und dem Feldwebel Res, Stabsfeldwebel Friedhelm Schmitt, übergeben, der seitens des Landeskommandos Hessen die Durchführung der Veranstaltung ermöglicht hatte.

Schobert und Merkliger hatten bei der Begrüßung der Gäste und Reservisten darauf hingewiesen, dass eine solche Veranstaltung  für Fördermitglieder des Verbandes, über 65-jährige Reservisten und  Unterstützer der Reservistenarbeit  geplant sein. Ihr Dank galt den Funktionern aus den verschiedenen Kameradschaften. Die besten Schützen bekamen Pokale und Urkunden.

Michael Hubner, Gast der RK Grünberg, der gedient hatte, war bester Schütze mit dem Gewehr und Dritter mit der Pistole, was ihm den Gesamtsieg des Tages einbrachte.

Bester Pistolenschütze war  Nicolas Lehmkühler, Gast der RK Lautertal, mit 78 Ringen, gefolgt von Lutz Haber (78/Gast RK Feldatal) und Michel Hubner (77). Mit dem Gewehr siegte Thomas Beste (97/Gast RK Feldatal) vor Aileen Lenz (97), Gast der Kreisgruppe,  und Conrad Merz (94), Gast der RK Mücke-Sellnrod.

Bilder von Klaus Merklinger und Gernot Schobert
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Militärische Grundkenntnisse

Militärische Grundkenntnisse

waren beim „Schlauen Fuchs“ gefragt

Philippseck (gs). Die Überprüfung militärischer Grundkenntnisse steht beim jährlichen Nacht-Orientierungs-Marsch „Schlauer Fuchs“ der RK Philippseck im Vordergrund. Diesmal hatte Vorsitzender Major d. R. Friedhelm Becker mit der Gemarkung Rosbach ein bislang noch unbekanntes Übungsgebiet ausgesucht. Start und Ziel waren auf einem Forstarbeiter-Stützpunkt in der Nähe der Autobahn 5. Hier stand den 25 Teilnehmern eine Blockhütte als Meldekopf zur Verfügung. Strom wurde durch ein Aggregat erzeugt, Wasser stand in Kanistern bereit, die Speisen wurden auf einem Grill bereitet. Geschlafen wurde nach dem rund zehn Kilometer langen Marsch und einem Kameradschaftsabend in der Hütte, in Fahrzeugen oder im Freien. Becker wies bei der Einweisung der vier Mannschaften mit drei oder vier Teilnehmern auf die Waldbrandgefahr hin und gab einen Einblick in die Lage.

Freiwillige Reservisten des Landeskommandos werden eingesetzt, um ein Waldgebiet, in dem sich ein Munitionslager der Bundeswehr befindet, wegen der großen Waldbrandgefahr zu überwachen. Brandstifter sollen festgehalten und der Polizei übergeben werden. Los ging es dann mit einigen Orientierungsaufgaben, bei denen für fünf Punkte die Koordinaten und die Höhen zu ermitteln waren. Beim Munitionsdepot, in der Karte als Schornstein eingezeichnet, taten sich einige etwas schwer, doch auch hier waren bald die geforderten Angaben gefunden. Zwei „tote Briefkästen“ mussten nach Koordinaten angelaufen werden, bei einer weiteren Station mussten Minen gefunden werden. Zuletzt wurden bei der Station Waffenausbildung Kenntnisse im Umgang mit Waffen von den Teilnehmern abverlangt.

An den Start gingen die RK Lich mit Oberstleutnant d. R. Christian Koch, Unteroffizier d. R. Michael Antschischkin, Hauptgefreitem d. R. Florian Uhl und Nadja Wilke. Für die RK Mittelhessen nahmen Stabsunteroffizier d. R. Emry Wagner, Stabsgefreiter d. R. Ralf Rühl und Förderer Tobias Schneider teil. In der Mannschaft der RK Wetterau starteten Hauptmann d. R. Andreas Kipp, Unteroffizier d. R. Stefan Eckert sowie die Obergefreiten d. R. Martin Hitzel und Heiko Werner. Seit einigen Jahren beweist auch die Freiwillige Feuerwehr Hundstadt, dass sie mit den Reservisten mithalten kann. Das versuchten diesmal Christian Sassner, Moritz Bierbrauer und Maximilian Hohn.

Dass der „Schlaue Fuchs“ auch altgediente Reservisten motiviert,  nach längerer Zeit wieder einmal die Uniform anzuziehen und mitzumachen, zeigt die Teilnahme eines Gefreiten. Der hatte aber Pech mit seinen Stiefeln, nach so langer Zeit lösten sich die Sohlen ab. „Das ist mir auch schon passiert“, tröstete ihn ein Kamerad, der nach seinem Missgeschick zum Schuhmacher ging und die „Bundeswehr-Treter“ für über 30 Euro auf eigene Kosten die reparieren ließ. Sieger bei der Reservistenwertung wurde die RK Wetterau vor der RK Lich und der RK Mittelhessen. Wertung ZMZ-Mannschaft: 1. Feuerwehr Grävenwiesbach-Hundstadt.

Registrierung der Teilnehmer am Meldekopf.
Registrierung der Teilnehmer am Meldekopf.
Die Mannschaft der Feuerwehr Hundstadt bei der Orientierungsaufgabe an der Karte.
Die Mannschaft der Feuerwehr Hundstadt bei der Orientierungsaufgabe an der Karte.
Major d. R. Friedhelm Becker (links) bei der Einweisung in die Lage.
Major d. R. Friedhelm Becker (links) bei der Einweisung in die Lage.
Ein Teil der angetretenen Reservisten der Übung im Wald von Rosbach
Ein Teil der angetretenen Reservisten der Übung im Wald von Rosbach
Die Mannschaft der RK Mittelhessen belegte den dritten Platz
Die Mannschaft der RK Mittelhessen belegte den dritten Platz
Sieger wurde die Mannschaft der RK Wetterau
Sieger wurde die Mannschaft der RK Wetterau

Gold für Achim Höll

Oberstabsfeldwebel der Reserve (d. R.) Achim Höll (links) aus Lauterbach hat beim Jahresempfang der Kreisgruppe Oberhessen im Verband der Reservisten der deutschen Bundeswehr e.V. die höchste Auszeichnung dieser Gruppierung bekommen. Der erste stellvertretende Kreisvorsitzende Fähnrich d. R. Gernot Schobert (rechts) übergab ihm die goldene Ehrennadel der Kreisgruppe samt Urkunde. Höll war von 2009 bis 2012 deren stellvertretender Vorsitzender und danach bis 2018 Vorsitzender. Zuvor hatte er die Reservistenkameradschaft (RK) Lautertal von 2001 bis 2010 geführt und dort sehr viel bewegt. Diese Auszeichnung, so Schobert, bedeute aber auch, dass die Kreisgruppe auf ihn nicht verzichten könne und wolle. Höll habe aufgrund seiner Weiterbildung während zahlreicher Reservedienstleistungen Qualifikationen erworben, die für die Arbeit mit den oberhessischen Reservisten von großem Nutzen seien. Ihn persönlich mache es auch froh, dass Achim Höll besonders die Kontakte zu den Alpini aus Arco und den Luftwaffenreservisten vom oberen Gardasee in Italien sehr am Herzen liegen. Text: Gernot Schobert Foto: Klaus Merklinger

Carlo Zanoni bleibt an der Spitze

Carlo Zanoni wurde in der Mitgliederversammlung der Alpini-Gruppe Arco (seit 2008 mit der Kreisgruppe verschwistert) im Amt als Vorsitzender bestätigt. Der Vorstand gehören Fausto Bombardelli, Giuliano Bombardelli, Daniele D’Antuoni, Daniele Braus, Fausto Miorelli, Dino Morandi, Fabio Omezzolli, Giovanni Parisi, Leonardo Parolari, Eugenio Pasini, Roberto Stefani, Aldo Vittoni, Giorgio Vivori und Francesco Ziliani sowie zusätzlich Giovanni Siciliano an.