Gemeinsam US-Ehrenmal und deutscher Soldatenfriedhof Büdingen gereinigt

 Büdingen. „Damit das Erinnern nicht vergessen wird“. Das möchten etwa 20 Mitglieder der RK Büdingen und ihre US-Kameraden der American Legion, als sie gemeinsam die US-Gedenkstätte für Soldaten der ehemaligen Armstrong-Kaserne und Gedenktafeln für gefallene deutsche Soldaten der beiden Weltkriege auf dem Büdinger Friedhof reinigten.


„Die amerikanischen Kameraden waren dabei zum ersten Mal mit von der Partie. Und es haben sich durch die gemeinsame Vorbereitung und den gemeinschaftlichen Einsatz, an dem auch Frauen und Kinder teilnahmen, bereits freundschaftliche Bande entwickelt“, freuten sich Vorsitzender Klaus Geschke und André Kempel von der RK Büdingen genauso wie Victor Brown, Vorsitzender der American Legion Büdingen. Eine völkerverbindende Aktion also, die das gute Verhältnis zwischen amerikanischen Militärangehörigen und der Büdinger Bevölkerung fortsetzt.


Die amerikanische Gedenkstätte, die sich genau gegenüber der Gedenktafel für gefallene Büdinger Soldaten des Zweiten Weltkriegs befindet, befreiten die Helfer von Moos, Efeu, Flechten und „grüner Patina“. Geschke berichtete, dass beim Volkstrauertag im vergangenen Jahr, den die Reservistenkameradschaft immer mitgestaltet, „deutlich wurde, dass hier auf dem gesamten Areal etwas gemacht werden musste. Vieles war zugewachsen, das Mäuerchen, das das Ehrenmal eingrenzt, war vor lauter Efeu gar nicht mehr zu sehen, und das Gras stand meterhoch. Mit den Ehrenmalen sollen die gefallenen Kameraden gewürdigt werden, und deshalb sollte der gesamte Platz gepflegt aussehen“. So ging Kempel an die Organisation und holte Genehmigungen bei der Stadt ein. „Wir könnten doch auch unsere amerikanischen Kameraden bei der Reinigung einbinden?“ Mit dieser Idee wandte sich Gefreiter der Reserve Kempel an die American Legion Büdingen. „Unsere Leute waren sofort dabei“, teilte Brown mit, und so fand ein Vorbereitungstreffen statt.


Die American Legion vereinigt Kriegsveteranen, Truppenangehörige, junge Menschen und Freunde der Amerikaner. Viele Mitglieder der Büdinger Gruppe hatten in den Armstrong Barracks gedient. Im Jahr 2007 verließen die amerikanischen Streitkräfte Büdingen. Doch bei einigen ihrer Mitglieder waren die Bande zur Stadt so stark geworden, dass sie zu ihrer neuen Heimat wurde – oftmals der Liebe wegen. So waren auch einige Frauen und sogar Kinder bei der grundlegenden Reinigung der Gedenkstätte dabei: „Unsere Mädels von der American Legion Auxiliary unterstützen uns prima“, erklärte Brown.


Gemeinsam machten sich die Büdinger beider Nationen mit Hacken, Besen, Laubrechen, Stahlbürsten, Schippen und Druckreinigern ans Werk.

Sieht das vor einigen Jahren eingeweihte Ehrenmal für die Büdinger Gefallenen des Zweiten Weltkrieges noch richtig gut aus, konnte man das von der US-Gedenkstätte nicht mehr sagen, sie wurde deshalb einer gründlichen Reinigung unterzogen. Sie ist den amerikanischen Soldaten der Büdinger Armstrong-Kaserne gewidmet, die von 1991 bis 2007 in Bosnien und im Irak-Krieg gefallen sind. Rund 50 namentliche Gedenkplatten für Büdinger Soldaten und Krankenschwestern, die in den beiden Weltkriegen umkamen, waren komplett mit Moos, Gras und Laub bedeckt. Auch ihrer nahm sich die Gruppe an, die Platten kamen wieder zutage. „Dieses gemeinsame Arbeiten schweißt zusammen, das macht die Kameradschaft aus“, stellten Geschke und Kempel fest, und Brown ergänzte: „Arbeit macht ein Team, und wenn es ein gutes Team ist, macht das Spaß und ist keine Arbeit.“

Am Volkstrauertag mit der Kranzniederlegung an den Gedenkstätten auf dem Büdinger Friedhof hat sich diesmal nicht nur die Reservistenkameradschaft beteiligt, sondern zum ersten Mal auch die amerikanischen Veteranen der Armstrong-Kaserne. Umgekehrt hatten die Reservisten am amerikanischen Veteransday teilgenommen, der zuvor begangen wurde. Darüber hinaus wollen die Büdinger Kameraden beider Nationen die nun entstandenen freundschaftlichen Bande auf jeden Fall weiterknüpfen.

 

Die Bilder entstanden bei den Arbeiten und zeigen die Gedenkstätten.

Trauer um Jürgen Neubauer

Nicht nur die Kreisgruppe Oberhessen und die RK Lautertal, in der er Mitglied war, sondern auch viele Freunde in Italien trauern um Oberstabsfeldwebel der Reserve Jürgen Neubauer (Fernwald-Steinbach), Ehrenvorsitzender der Kreisgruppe. Er starb am 4. November im Alter von 75 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts. Besonders seit  als Vorsitzender der RAG Internationale Beziehungen und Zusammenarbeit hat er sich sehr für die Freundschaft mit den ehemaligen Soldaten aus Norditalien eingesetzt. In seiner Amtszeit sind Partnerschaften mit der Associazione Arma Aeronautica (Luftwaffe) oberer Gardasee (2006) und den Alpini (Gebirgsjäger) Arco (2008) sowie eine Freundschaft mit NuVolA (Zivilschutz) oberer Gardasee und Ledrotal entstanden und mit viel Leben erfüllt worden.Er hat nach seinem Wehrdienst aufgrund zahlreicher Wehrübungen den Dienstgrad Oberstabsfeldwebel erlangt. Seine Arbeit im Reservistenverband begann 1981 bis 1992 als stellvertretender Vorsitzender der RK Gießen, der er dann bis 1995 vorstand. In der Kreisgruppe Oberhessen wurde er 1985 zum stellvertretenden Kreisvorsitzenden gewählt, die Führung hatte er von 1988 bis 2009 inne. Im Jahr 2004 hatte er bei mit der von „oben auferlegten Fusion“ mit der Kreisgruppe Limes eine schwere Aufgabe zu meistern. Für seinen Einsatz als Soldat und im Reservistenverband hat er zahlreiche Auszeichnungen bekommen. Sein besonderes Engagement wurde im Jahr 2003 mit der Verleihung des Ehrenbriefes des Landes Hessen gewürdigt.

RK Gießen hat gewählt

Die RK Gießen hat gewählt. In der Mitgliederversammlung wurde Leutnant d. R. Peter Schad einstimmig im Amt als Vorsitzender bestätigt, sein erster Stellvertreter ist Stabsunteroffizier d. R. Jan Sümmerer, Feldwebel d. R. Andreas Schmidt wurde zum nächsten stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Kassenwart ist Hauptgefreiter d. R. Hubert Senfter, Schriftführer wurde Unteroffizier d. R. Herbert Wietke. Die RK hat sich in diesem Jahre, so berichtete Schad, wieder am Marienmarkt in Linden beteiligt. Es gab Eintopf aus der Feldküche der RK Lumdatal, Kaffee, Kuchen und Getränke. Neben Informationen über die Verbandsarbeit präsentierte Oberstleutnant d. R. Uwe Gniffke seine Minensammlung und versteckte Ladungen. Das Familienfest fand auf dem Gelände des Sachsenhäuser Bürgervereins statt. Vertreter der RK nehmen auch in diesem Jahr an der Gedenkfeier des Kriegsgräberverbandes in Kloster Arnsburg teil. Zum Gedenken an die Gießener Bombennacht wird am 6. Dezember eine Mahnwache gestellt. Jeden zweiten Samstag im Monat ist Schießen der RAG in Leihgestern, zum Informationsabend trifft man sich jeden ersten Dienstag im Monat in den Räumen der Burschenschaft „Frankonia“ in der Grünberger Straße 89. Auch 2020 wird sich die RK am Markt in Linden beteiligen, der findet dann am 29. März statt.

Unser Bild zeigt den Vorstand, die Revisoren und den ersten stellvertretenden Kreisvorsitzenden Fähnrich d. R. Gernot Schobert (4.v.r), der die Gewählten verpflichtete, Vorsitzender Schad ist rechts.  Bild: Merklinger

Kreispokalschießen Oberhessen 2019

  • RK Fernwald auf dem ersten Platz

  • Alwin Lomp bester Einzelschütze

Die Reservistenkameradschaft (RK) Fernwald stellte auch in diesem Jahr beim Pokalschießen der Kreisgruppe Oberhessen die beste Mannschaft und nimmt im kommenden Jahr am Landespokalschießen teil. Vierer-Mannschaften aus dem Kreisen Gießen, Wetterau und Vogelsberg schossen auf der Standortschießanlage in Stadtallendorf mit dem Gewehr und der Pistole. Die beiden Übungen dienten dem Erhalt der Fertigkeiten im Umgang mit den Waffen, waren aber auch gleichzeitig ein Wettkampf, um die besten Schützen Oberhessens zu ermitteln. Sieger mit  651 Punkten wurden die Fernwalder. Stabsunteroffizier der Reserve (d. R.) Marco Müller sowie die Hauptgefreiten d. R. Jürgen Lather, Andreas Schneider und Danny Sieberg hatten mit dem Gewehr 322 und der Pistole 329 Punkte. Platz zwei belegte die RK Lautertal. Oberstabsfeldwebel d. R. Achim Höll, Oberfeldwebel d. R. Achim Kopp, Stabsunteroffizier d. R. Patrick Stein und Obergefreiter d. R. Dennis Winterholler hatten 593 Ringe (258/335). Dritter wurde die Mannschaft RK Fuldagrund/Maar mit Hauptfeldwebel d. R. Jens Robert Friedrich, Stabsgefreitem d. R. Bernd Fischer sowie den Gefreiten d. R. Alwin Lomp und Albrecht Schmidt mit 567 Ringen (279/288).

Aus Maar kam auch der beste Einzelschütze. Alwin Lomp hatte mit der Pistole 97 und dem Gewehr 78 Punkte (175). Punktgleich, aber mit weniger Zehnern, kam Stabsunteroffizier Marco Müller (Fernwald) auf Platz zwei in der Gesamtwertung (87/88), Dritter wurde Obergefreiter d. R. Jürgen Disser (RK Mittelhessen)  mit 174 (82/92) Ringen. In der Einzelwertung Pistole lag   Lomp mit 97 Ringen vorn, gefolgt von Disser (92) und Hauptgefreitem d. R. Hubert Senfter von der RK Gießen (89). Bester Gewehrschütze war Marco Müller mit 87 Ringen vor Jürgen Disser (82) und Stabsunteroffizier d. R. Markus Glassl von der RK Hungen (82).

Die RK Fernwald mit Müller, Lather, Schneider, Sieberg und dem erfolgreichen Gewehrschützen Mario Glassl (links) von der RK Hungen.
 
Dritter Platz für die RK Maar/Fuldagrund mit Schmidt, Lomp, Fischer und Friedrich, Lautertal mit Höll, Stein, Winterholler und Kopp wurde Zweiter.

SRK Gießen betritt neues Terrain

In diesen Tagen hatte die  SRK Gießen erstmals für die Kreisgruppe Oberhessen zu einem sicherheitspolitischen Abendseminar nach Ehringshausen eingeladen. Über vier Stunden lang  hielt  Dr. David Th. Schiller einen Vortrag zum Thema: „Der Jom Kippur Krieg und seine sicherheitspolitischen Auswirkungen auf Israel“. Als Referent, der zu dieser Zeit selbst als Soldat auf israelischer Seite mitwirkte, schaffte es Dr. Schiller, die 65 Teilnehmer in seinen Bann zu ziehen.  Er war Mitglied einer israelischen Eliteeinheit und nahm an zwei Nahostkriegen teil (1973 Jom-Kippur-Krieg und 1982 Libanonkrieg). Außerdem hat er verschiedene internationale polizeiliche Spezialeinheiten beraten und mit ausgebildet. Vielen ist sein Name vielleicht auch von seiner fast 20 jährigen Tätigkeit als Mitbegründer und Chefredakteur der Zeitschriften „VISIER“ und „VISIER Spezial“ bekannt.

Der Jom-Kippur-Krieg wurde vom 6. bis zum 25. Oktober 1973 von arabischen Staaten gegen Israel geführt. Nach dem Palästinakrieg (1948/49), der Sueskrise (1956) und dem Sechstagekrieg von 1967 war er der vierte arabisch-israelische Krieg im Rahmen des Nahostkonflikts. Er begann mit einem Überraschungsangriff von  Ägypten und Syrien am 6. Oktober 1973, dem höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur, auf dem Sinai und den Golanhöhen, die 1967 von Israel während des Sechstagekrieges erobert worden waren. An den ersten zwei Tagen rückten die Streitkräfte Ägyptens und Syriens vor, danach aber wendete sich der Kriegsverlauf zugunsten der Israelis, die zuerst ihre Truppen hatten mobilisieren müssen. Nach der zweiten Kriegswoche waren die Syrer vollständig aus den Golanhöhen abgedrängt worden. Im Sinai waren die israelischen Verteidigungsstreitkräfte zwischen zwei ägyptischen Armeen durchgebrochen, hatten den Sueskanal überschritten und eine ganze ägyptische Armee abgeschnitten. Ein UN-Waffenstillstand trat am 24. Oktober 1973 in Kraft.

Die SRK Gießen ist dem Schützenverein Tell Ehringshausen/ Dillheim für die hervorragende Bewirtung dankbar, der Vorstand hofft, eine solche Veranstaltung auch im nächsten Jahr durchführen zu können.

Bildunterschrift:  Dr. David Th. Schiller (rechts) berichtete bei der SRK über: „Der Jom Kippur Krieg und seine sicherheitspolitischen Auswirkungen auf Israel“

Text und Bild: Christian Kramer

 

Suppenverkauf für den Volksbund Deutsche Kriegsgräber

Büdingen. Die Reservistenkameradschaft bot an einem Samstag von 10 bis 14 Uhr vor der Sparkasse Oberhessen wieder frisch gekochte Erbsensuppe an. Der Erlös des Verkaufs und einer zeitgleichen Straßensammlung kam dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge zu Gute. Der Volksbund kümmert sich bundesweit und international um die Pflege von Kriegsgräbern und die Klärung von Vermisstenschicksalen. Die Büdinger Reservisten und der Volksbund leisten mit dieser gemeinsamen Aktion einen Beitrag zu Völkerverständigung und Friedensarbeit.

Am Informationsstand.
Das Zelt, an dem es die Suppe und Informationen gab.
Mit der Sammelbüchse wurde um Geld für den Volksbund gebeten.

Auf den Spuren der „Nassauer“

 

In der Renaissance-Stadt Weilburg

 

Philippseck (gs). Mit einer erstaunlich großen Teilnehmerzahl hat die Reservistenkameradschaft Philippseck den diesjährigen Familienausflug wieder in die nahe Region unternommen. Das Motto: “Auf den Spuren der Nassauer“ führte die Reservisten, Familienangehörige und Freunde in die Renaissance-Stadt Weilburg. Mit der Besichtigung des Bergbaumuseums wurde das Thema abgerundet, da bereits mit der Winterwanderung 2019 das imposante Schloss erkundet worden war

Die diesjährige Führung in die „Unterwelt“ erklärte den Reichtum der Nassauer Feudalherrn – die Suche nach Gold ließ Erzbergwerke mit dem Eisenerz Hämatit, Marmor- und Tongruben entstehen, nebenbei wurde sogar Silber und Quecksilber gefördert. Der Lahnmarmor ist in annähernd allen repräsentativen Gebäuden in der alten und neuen Welt zu bewundern. Zur Verwertung der Bodenschätze schufen die Landesherren die notwendige Infrastruktur und sorgten mit sozialen Reformen für ihre Arbeiter. Der Reformer Freiherr vom Stein war zu Beginn seiner Kariere Beamter der Nassauischen Bergbauverwaltung.

Aber zurück zum Ausflug, rein zufällig wurde in Weilburg Kirchweih gefeiert, nach dem Museum boten sich ein paar stimmungsvolle Stunden bis zur Weiterfahrt zu einem Ausflugslokal im Hintertaunus, wo die Gruppe schon erwartet wurde.

Text und Foto Friedhelm Becker

Tag der Reservisten 2019

Tag der Deutschen Einheit und Tag der Reservisten gefeiert

Höhepunkt Wohltätigkeitskonzert der Reservistenmusik Hessen

Alpini aus Schottens Partnerstadt Arco zu Gast

 

Lautertal. Die Kreisgruppe Oberhessen und die RK Lautertal verbinden den „Tag der Deutschen Einheit“ mit der Ausrichtung des „Tag der Reservisten“.  So fand diese Veranstaltung erneut im Lautertaler Ortsteils Engelrod statt. Begonnen wurde die Festveranstaltung vor dem Dorfgemeinschaftshaus mit dem Hissen der Flaggen der Gemeinde Lautertal, der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union. Letztere wurde von Mitgliedern der italienischen Freunde, den Alpini aus Arco am Gardasee aufgezogen. Seit elf Jahren hat die Kreisgruppe Oberhessen eine Partnerschaft mit diesen italienischen Reservisten in Norditalien. Die musikalische Umrahmung der Gedenkfeier hatte der Männergesangverein Engelrod übernommen, der mit den Besuchern beim Flaggenhissen die Nationalhymne sang.

CDU-Landtagsabgeordneter Michael Ruhl sprach in seinem Grußwort von einer besonderen Veranstaltung, denn diese sei die einzige im gesamten Vogelsbergkreis, in der an die friedliche Revolution der Bürger in Ostdeutschland auf der Suche nach Freiheit gedacht werde.  SPD-Kreisbeigeordneter Hans-Jürgen Herbst begrüßte es, dass man den „Tag der Einheit“ und den „Tag der Reservisten“ gemeinsam feiere. „Die Reservisten sind Mittler zwischen Bundeswehr und der Gesellschaft, und sie tragen zur Sicherstellung der personellen Einsatzbereitschaft der Streitkräfte bei“, so Herbst. Der Fall der Mauer vor 30 Jahren und die Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 hätten Europa nachhaltig verändert. Er mahnte: „Freiheit und Demokratie gehören untrennbar zusammen. Unsere demokratischen Errungenschaften sind nicht als selbstverständlich anzusehen. Die Grundwerte unserer Verfassung müssten im Alltag gelebt werden, damit sie einen Wurzelboden hätten“. Dank sagte für die Bereitschaft junger Menschen, freiwillig Wehrdienst zu leisten und sich danach auch in der Reservistenarbeit engagierten. „Veranstaltungen wie die heutige tragen dazu bei, in der Öffentlichkeit das Verständnis für den Beitrag der Bundeswehr zur Sicherheitsvorsorge der deutschen Bevölkerung verstärkt wird“, so der Kreisbeigeordnete.

Als eigentlicher Feiertag gelte für viele Bürger der 9. November 1989, der Tag an dem die DDR-Grenzbeamten ihre stringenten Grenzkontrollen aufgaben, die Berliner Grenzübergänge öffneten und die Ostberliner Bevölkerung erstmals ohne Widerstand passieren ließen, sagte Bürgermeister Dieter Schäfer. Das Jahr 1989 markiere nicht nur für Deutschland einen Wendepunkt, sondern auch für Europa, für die ganze Welt. Die Nachkriegszeit war zu Ende. Er erinnerte daran, dass Freiheit, Demokratie und Menschenrechte nicht selbstverständlich seien. Sie müssten errungen und dann geschützt werden: „Sie sind schnell gefährdet“.

RK-Vorsitzender Hauptfeldwebel d.R. Martin Kern dankte den italienischen Freunden, die bei der Flaggenparade mit dem Hissen der europäischen Flagge daran erinnert hätten, dass auch die Europäische Union ihren Anteil an der Wiedervereinigung habe. Er ging auf die Eckdaten der Teilung und der friedlichen Wiedervereinigung ein. Der RK-Vorsitzende wies auf die Geschichte der Entstehung der Veranstaltung in Engelrod hin und bat die Bevölkerung sich Gedanken zu machen über deren Fortbestand, denn die RK plane zum 30-jährigen Jahrestages in 2020 zum letzten Mal als Veranstalter aufzutreten. 

Rund um das Dorfgemeinschaftshaus gab es eine Ausstellung von Fahrzeugen und Geräten des DRK, des THW und der Feuerwehr. Auch einige Oldtimer der Bundeswehr sowie der amerikanischen Streitkräften waren zu sehen.

Die Rettungshundestaffel Hessen Ost zeigte einige Abschnitte aus ihrer Arbeit, wie die Suche nach einer vermissten Person und warb um Unterstützung, denn man sei ein gemeinnütziger Verein, der sich ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden finanziere.

Im Rahmen der Veranstaltung ehrte der erste stellvertretende Vorsitzende der Kreisgruppe Oberhessen, Fähnrich d.R. Gernot Schobert drei Reservisten für langjährige Mitgliedschaft. Dies waren Stabsunteroffizier d.R. Thomas Ruppel und Hauptfeldwebel d.R. Martin Kern für je 30- und Oberstabsfeldwebel d.R. Dieter Graulich für 50-jährige Mitgliedschaft.

Höhepunkt der Veranstaltung war am Nachmittag ein Wohltätigkeitskonzert der Reservisten-Musik Hessen im Dorfgemeinschaftshaus. Da kein Eintritt erhoben wurde, sammelte die RK Lautertal freiwillige Spenden für  den Volksbund deutscher Kriegsgräberfürsorge und den Förderverein Stab Division Schnelle Kräfte  für die Unterstützung in Not geratener Soldaten.

                          Dieter Graulich

 

US-Truck Cargo 6x6

US-Truck Cargo 6×6

Technisches Hilfswerk

Technisches Hilfswerk

Rettungshundestaffel Hessen Ost

Rettungshundestaffel Hessen Ost

Reservistenmusik Hessen

Reservistenmusik Hessen

Links Ehrengäste

Links Ehrengäste

Grußwort Bgm Dieter Schäfer

Grußwort Bgm Dieter Schäfer

Flaggenparade

Flaggenparade

Flaggenparade 1

Flaggenparade 1

Feuerwehr

Feuerwehr

Antreten zur Flaggenparade 1

Antreten zur Flaggenparade 1

Bundeswehrfahrfahrzeug privat

Bundeswehrfahrfahrzeug privat

Bundeswehrfahrfahrzeuge privat

Bundeswehrfahrfahrzeuge privat

Deutschlandlied 1

Deutschlandlied 1

Ehrungen

Fähnrich d.R. Gernot Schobert ehrt Oberstabsfeldwebel d.R. Dieter Graulich, Hauptfeldwebel d.R. Martin Kern und Stabsunteroffizier Thomas Ruppel (von links) für langjährige Mitgliedschaft.

                             

Zu Besuch bei der Marine

Mitglieder der RK Büdingen unternahmen eine Fahrt zur Marine nach Wilhelmshaven. In einer Kolonne ging es auf den Weg Richtung Norden. Nach einer Frühstückspause erreichte die Gruppe den Marinestützpunkt in Wilhelmshaven. Ein besonderes Erlebnis war die Besichtigung der Fregatte „Lübeck“. Den Abend verbrachten die Büdinger mit der RK Wilhelmshaven in der UHG bei gutem Essen und kameradschaftlichen Gesprächen. Am nächsten Tag standen der Besuch des Marinemuseum und eine Hafenrundfahrt auf dem Programm. In der Nähe der Unterkunft, dem Hausboot „Arcona“ der Marinekameradschaft, lag das russische Segelschiff „Mir“ vor Anker, das ausgiebig besichtigt wurde.
Am Sonntag machten sich die Oberhessen nach ihrem Frühstück auf den Heimweg.

Die Bilder zeigen die Fregatte „Lübeck“, die „Mir“ sowie die Büdinger Reisegruppe.

Reservistenmusik in Lautertal 3.Oktober Tag der Einheit und Tag der Reservisten

Seit der Wiedervereinigung wird in Lautertal der Tag der deutschen Einheit gefeiert. Zunächst richtete ihn die Gemeinde, das hat später die Reservistenkameradschaft (RK) übernommen. Diesmal findet auch am und im Dorfgemeinschaftshaus Engelrod zeitgleich wieder ein Tag der Reservisten statt. Bei diesem stellen sich die Lautertaler und oberhessischen Reservisten der Bevölkerung vor, unterstützt durch das Technische Hilfswerk, die Freiwillige Feuerwehr, das Deutsche Rote Kreuz und Schäferhundefreunde. Aus Privatbeständen werden historische Fahrzeuge der Bundeswehr gezeigt. Ein besonderes Ereignis ist das Wohltätigkeitskonzert der hessischen Reservistenmusik um 13.30 Uhr. Der Erlös geht je zur Hälfte an den Volksbund deutscher Kriegsgräberfürsorge und den Förderverein Stab Division Schnelle Kräfte  für die Unterstützung in Not geratener Soldaten und deren Familien. Los geht es um 10 Uhr mit dem Hissen der Flaggen, Liedbeiträgen des Gesangvereins Engelrod und offiziellen Reden. Als Gäste kommen Bürgermeister Dieter Schäfer, der Landtagsabgeordnete Michael Ruhl und der Kreisbeigeordnete Hans-Jürgen Herbst. Die Kreisgruppe Oberhessen erwartet vom 2. bis 5. Oktober Gäste aus Schottens Partnerstadt Arco am Gardasee. Eine Delegation der Alpini-Gruppe mit Vorsitzendem Carlo Zanoni wird an der Veranstaltung am 3.10. teilnehmen. Nach  Ehrungen durch den Reservistenverband  ist das traditionelle Heringsessen (es gibt aber auch Gegrilltes) der RK. Im Anschluss ist das Konzert der Reservisten-Musiker, danach gibt es Kaffee und Kuchen. Festausklang ist gegen 18 Uhr.

Bild gs