Bermuthshain



Bermuthshain (gs). „Das waren noch Zeiten, als wir hier im Saal unsere Bälle veranstalteten, als bei der Winterkampfausbildung über 100 Reservisten auf dem Höllerich im Einsatz waren“, erinnerte sich der langjährige Vorsitzende, der  Unteroffizier der Reserve Friedhelm Damer. Nostalgie bestimmte Teile der Mitgliederversammlung der Reservistenkameradschaft (RK) Bermuthshain im „Deutschen Haus“. Heute sieht alles viel düsterer aus. Das Aussetzen der Wehrpflicht hat zur Folge, dass es aus den Berufs- oder Zeitsoldaten kaum noch Reservisten gibt, die sich dem Verein anschließen. Die RK hat derzeit noch 15 Mitglieder, neun davon waren zur Versammlung gekommen, doch für die Zukunft sieht es nicht rosig aus. Bei den Vorstandswahlen im Jahr 2012 stehen die beiden Hauptfeldwebel der Reserve Norbert Zimmermann und Klaus-Pierre Minnert nicht mehr für die Vereinsführung zur Verfügung.  Interesse an der Übernahme dieser Ämter gab es an diesem Abend noch nicht. Es könnte also durchaus eintreten, dass sich die Kameradschaft dann auflösen wird. „Die Mitglieder könnten sich anderen Gruppierungen anschließen oder werden als Angehörige der Kreisgruppe geführt“, sagte der erste stellvertretende Kreisvorsitzende Fähnrich der Reserve Gernot Schobert.

Vorsitzender Norbert Zimmermann hatte in seiner Bilanz an die erfolgreiche Durchführung der Feier der Walpurgisnacht auf dem „Höllerich“ erwähnt, bei der sich die Reservisten und der Landmännerverein zum dritten Male die Arbeit teilten. Mitglieder der RK nutzten die Angebote der Kreisgruppe, die RK hatte außer zwei geselligen Treffen mit mäßigem Besuch keine eigenen Aktivitäten.  Zimmermann und Minnert beteiligten sich an der Fahrt der Kreisgruppe zu den italienischen Partnern, den Alpini in Arco und den Luftwaffenreservisten oberer Gardasee. Hierzu stellte der Vorsitzende fest: „Immer wieder beeindruckend ist die Gastfreundschaft und die gelebte Kameradschaft unserer italienischen Freunde“.  Mit dieser Aussage verbander er und Schobert die Bitte, sich in diesem Jahr an der nächsten Fahrt vom 14. bis 21. September zu beteiligen. Zudem machten sie Werbung für den Besuch des „Tags der Reservisten“ am 3. Oktober in Engelrod, zu dem Gäste aus Italien anreisen wollten. Um etwas Schwung in die Arbeit der RK zu bringen, plant die Kameradschaft am 29. Juni  die Besichtigung des „Vulkaneums“ in Schotten mit Ehepartnerinnen. In Erwägung gezogen wurden auch ein Besuch des örtlichen Muna-Museums und des Militärmuseums in Stammheim bei Würzburg.



„Russland – Partner oder Bedrohung ?“

ist das Thema des 32. Busecker Forums für Sicherheitspolitik am Donnerstag, 4. April 2019, 19 Uhr, im Kulturzentrum Buseck, Am Schlosspark, Großen-Buseck. Referent ist Brigadegeneral a. D. Reiner Schwalb, von 2011 bis 2018 Verteidigungsattache in Moskau.

Moskaus Außen- und Sicherheitspolitik scheint derzeit erfolgreich. Russland setzt, so zumindest die Wahrnehmung im Westen, auf militärische Stärke. Wie konnte es passieren,

dass ein immer enger mit uns arbeitender Partner scheinbar wieder Gegner wurde? Dass die NATO Russland als Bedrohung wahrnimmt und wir erneut, wie Anfangs der 80er Jahre, öffentlich über Mittelstreckenraketen und nukleare Bedrohung diskutieren. Über Ursachen, mögliche Folgen und Lösungsansätze wird der langjährige Verteidigungsattache in

Moskau informieren.

Um Antwort wird bis 1.4.2019 per E-Mail an: h.u.p.hess@web.de gebeten. Auch Gäste sollen mit Namen und Adresse angemeldet werden.

In Italien bekommen die ehemaligen Soldaten Dank und Anerkennung Eindrücke von Gernot Schobert vom nationalen Alpini-Treffen in Trient

„Kleider machen Leute“ ist seit einer Novelle des Schweizer Dichters Gottfried Keller aus dem Jahr 1874 ein gängiges Sprichwort. In der Tat, es traf auch auf mich zu. Der entsprechende  Hut machte mich zum Alpino. Alpini, das sind alle, die ihren Militärdienst bei den Gebirgsjägern abgeleistet haben. Es gibt davon in Italien (organisiert in 4500 Vereinen) um 350 000. Sie sind stolz und tragen ihren Hut, den sie nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst mit nach Hause bekommen haben, zu besonderen Anlässen – so zum großen nationalen Treffen (Adunata) in Trento (Trient).

Außerordentliches  Mitglied (weil ich in Italien nicht gedient habe) in der Alpini-Gruppe der Schottener Partnerstadt Arco bin ich seit 1992. Jetzt zu Adunata bekam ich endlich einen Hut, weil ich mit dabei sein wollte. Zu dem dreitägigen Fest in Trient, zu dem rund 600 000 Besucher kamen, gab es für alle Alpini im Trentino einheitliche Polo-Hemden. Für meinen Dienst in zwei Sporthallen, in denen gut 400 Personen übernachteten, war „Uniform“ gefordert – in diesem Fall Polo-Hemd und Hut.  Letzterer machte aus mir – äußerlich – einen Alpino. Auf dem Weg zum Busbahnhof in der Partnerstadt wurde ich zweimal angesprochen: „Viva gli Alpini“ (es leben die Alpini). Eine Mutter mit Tochter, die beide auf einer Bank im Park saßen, winkten mir zu und sagten „grazie per servizio“ (Danke für ihren Dienst). Als am Sonntag zwischen 9 und 21.30 Uhr rund 100 000 Alpini (alle mit dem entsprechenden Hut, dazu möglichst einheitlich gekleidet – aber keine Uniform) durch die Straßen von Trient zogen, gab es stundenlang Applaus und Jubelrufe – so etwas ist in Deutschland unvorstellbar.

Nun aber der Reihe nach. Die Gruppe Arco, mit über 360 Mitgliedern, die größte im Bereich oberer Gardasee und Ledrotal, war für die Massenquartiere in zwei Turnhallen verantwortlich. Um 7 Uhr ging es am Donnerstag per Pkw auf „Schleichwegen“ (weil die Innenstadt für den Verkehr gesperrt war) zu den beiden Sporthallen in die Landeshauptstadt. Wir waren 16 Alpini, die den Hallenboden mit einem schützenden Teppich auslegten, dann wurden rund 400 Feldbetten nach einem Plan aufgestellt. Paolo, als Maurer genaues Arbeiten gewöhnt, spannte Schnüre, an denen die Betten ausgerichtet wurden. Zwischendrin ein paar freie Plätze für Luftmatratzen und Schlafsäcke. Auf die Feldbetten legten wir Matratzen, Decken und Kopfkissen. Wenig später lieferte „NuVolA“ (Katastrophenschutz) Seife, Papierhandtücher und Toilettenpapier – das Massenquartier war fertig.

In der einen Halle nächtigte eine große Gruppe aus Pordenone, die ersten Alpini reisten bereits an diesem Donnerstag an. Sie machten es sich gemütlich, stellten einen Kühlschrank auf, legten auf jedes Feldbett einen Zettel mit dem Namen des Alpino, die hier schlafen sollte. Der Vorsitzende bekam einen Umschlag mit „Pässen“. Mit diesem Papier durften die Alpini die Halle betreten. In der zweiten Sporthalle logierten fünf oder sechs Gruppen, eine davon war aus Isola Gran Sasso aus den Abruzzen, mit der die Alpini eine Partnerschaft  haben. Zudem logierte hier eine Gruppe aus Paspardo bei Brescia. Bemerkenswert deren logistische Erfahrung: Ruck-Zuck standen ein paar Zelte auf dem Gelände, eine Küche wurde aufgebaut, um diese Alpini zu verköstigten. Da gab es keine Frage, dass auch ich in den Genuss der Köche kam. Vorsitzender Pietro Saleri, der mich zunächst wegen meiner „weißen Haare“ partout nicht duzen wollte, tafelte Brot, Wurst und Schinken auf, reichte Wein und Espresso. Ein „deutscher Alpino“ oder besser gesagt ein deutscher Reservist, ist ein Exot. Schon gab es eine Einladung zum  Alpinifest vom 10. bis 12. August  in Paspardo mit Exkursionen, Gedenkfeiern und der 41-Jahr-Feier der Gruppe der 600-Seelen-Gemeinde. „Du musst kommen. Am besten in Uniform“! Darauf bestand Pietro, dem jetzt auch das Du leichter über die Lippen kam. Die erforderliche Einladung, um mit diesem Papier die für Reservisten im Ausland erforderliche Uniformtrage-Erlaubnis zu beantragen, hatte er bereits in der Tasche, sie war sogar vom Bürgermeister unterschrieben. Er setzte meinen Namen ein und unterschrieb das Blatt Papier. Soweit die Alpini aus Paspardo.

Trento war in diesen drei Tagen ganz in der Hand der Alpini. Welche logistische Glanzleistung hier erbracht wurde, machen ein paar Zahlen deutlich: 80 000 bis 100 000 Alpini beim Umzug am Sonntag zwischen 9 und 21.30 Uhr (Staatspräsident Sergio Mattarella saß auf der Ehrentribüne), 600 000 Besuchern an  3 Tagen in der Stadt mit 120000 Einwohnern, 2 200 freiwillige Helfer, 100 Müllsammelpunkte, 900 Chemietoiletten, 150 musikalische Auftritte von über 100 Chören und 40 Musikgruppen, 50 Ausstellungen, acht Gebiete für Zelte und Wohnmobile, 8200 Übernachtungen in 2 000 Zelten, 4 200 Personen in 774 Wohnmobilen, 7 000 Personen in den 63 Sporthallen, 1 500 Busse mit Besuchern, Tausende kamen mit der Bahn. Tausende Flaggen wurden verteilt und im Lande aufgehängt.

Zu den üblichen Zeremonien wie Flaggenparaden und Eröffnungen von Ausstellungen kam der Umzug der Bürgermeister (mit ihren Schärpen) und der Abordnungen mit Bannern, Standarten und Fahnen, die bei solchen Ereignissen eine große Rolle spielen. Mit dabei waren unter anderem auch ehemalige „Gebirgsjäger“ aus der Schweiz, aus Spanien, aus Polen oder Bulgarien. Sie zogen mit entsprechender Musik durch das Stadtzentrum. Hier war  kaum noch ein Durchkommen durch die Menschenmassen, die applaudierten und das gastronomische Angebot ausgiebig nutzten. Überall standen Tische und Bänke, wurden Getränke und Speisen gereicht. Dort, wo ein Alpino Musik machte, bildeten sich Trauben von Menschen, die mitsangen oder tanzten.

Aber auch die anderen Orte im Trentino profitierten von dem großen Fest. Auch in Arco waren viele Adunata-Besucher untergebracht. Hier gaben die Fanfaren der Alpini vom Lago Maggiore ein famoses Konzert. Zuvor waren sie in der Hütte der örtlichen Alpini-Gruppe zum Mittagessen köstlich bewirtet worden. Bereits einen Tag zuvor hatten zwölf Camper der Freunde von Isola Gran Sasso hier einen schönen Abend verbracht.

Am Samstag war kaum ein Durchkommen in den Straßen, in unseren Hallen, in dem ich mit Luigi, Daniele und Nicola von 16 bis 24 Uhr Dienst hatte, passierte nichts Besonderes.

„Ich gehe mal kurz zu meinen Freunden aus Paspardo“. Mit diesen Worten verabschiedete ich mich gegen 20 Uhr vom Dienst. Der Besuch um die Ecke sollte nur zehn Minuten dauern. Doch Wein, ein mehrgängiges Menü und viele interessante Gespräche – nach anderthalb Stunden brach ich mit einem schlechten Gewissen auf, wollte meine Kameraden nicht so lange warten lassen. Da Pasta noch reichlich vorhanden war, fragte ich, ob meine Kollegen zum Essen kommen dürfen, die Einladung für sie kam prompt. In der Aula der Sporthalle zögerten Daniele und Nicola, sagten was von „kein Hunger“, ließen sich aber überreden – auch sie kamen erst nach gut anderthalb Stunden zurück. Zwischendurch noch einmal ein Kontrollgang durch die sanitären Anlagen, Mülleimer leeren, Papier und Seife auffüllen, schon kurz nach 23 Uhr kam die nächste Schicht, die um Mitternacht den Dienst übernahm.

Sonntag: hier musste jeder aus Arco sehen, wie er nach Trento kam – mit dem Pkw und einer weit vom Zentrum entfernte Parkmöglichkeit oder mit Linienbus (für 5 Euro gab es eine Adunata-Karte mit freier Fahrt mit Bus und Bahn und verbilligtem Eintritt in die Museen). Zu Fuß ging es zum Dante-Platz, wo schon seit Stunden die Zugteilnehmer vorbeimar- schierten, von dort durch die Innenstadt, mal schnell in die Via Barbacovi zu den beiden Turnhallen. Die eine war schon ziemlich leer, denn nach dem Umzug machten sich die Gruppen sofort auf den Heimweg. Die Gastgeber aus dem Trentino kamen am Schluss. Um 19.30 Uhr sollte es losgehen, es wurde 20.30 Uhr, just da setzte Regen ein. Gute eine Stunde lang waren die dunklen Wolken über der Stadt zu sehen, alle hofften, es bleibt trocken, doch gefehlt. Als der Regen stärker wurde, wurden Schirme aufgespannt und Regenschutz angelegt, doch nach ein paar Minuten hörte es auf, es ging wieder einheitlich „uniformiert“ in den roten Polo-Hemden mit Hut an den „Bravi“-Rufenden am Straßenrand vorbei. Neun Leute nebeneinander, viele hintereinander – und Gruppen-Vorsitzender Carlo Zanoni und Zonen-Vorsitzender Mario Gatto achteten peinlich genau auf Gleichschritt und Ausrichtung. Es war schon dunkel als die Gruppe Trento 4 am Palazzo der Regionen ankam. Hier stürmten alle auseinander – zum Fest, zum Auto oder zur Bahn – Linienbusse, die jetzt noch hilfreich hätten sein können, fuhren leider  nicht mehr.

Montag und Dienstag war das große Aufräumen angesagt. Die nächste Adunata ist Mitte Mai 2019 in Mailand – fast ein „Heimspiel“ für die Gruppe von Gardasee. Beim Treffen der Alpini aus den Regionen Trentino, Friaul Venezia Giulia und Veneto, bei der Raduno Triveneto, in Vittorio Veneto, waren die Alpini aus Nord- und Ostitalien unter sich, feierten und marschierten – da waren es nur etwas über 60 000.   

(Auszugsweise beim Jahresempfang am 16. Februar 2018 in Stadtallendorf vorgetragen

Meine Gruppe, die Dienst in der Turnhalle hatte
auch gruppen aus dem ausland sind dabei
auf dem domplatz
böse menschen haben keine lieder
ein muli
eine der vielen gruppen
hüte, hüte ….
in den straßen wird gefeiert
musiker vor dem start
stundenlang stehen die Besucher am straßenrand
überall ist was los

Einladung zum sicherheitspolitischen Jahresauftakt 2019

Thema: „Die Welt im Umbruch“
Politik der Großmächte USA und Russland – und die Folgen für Europa.

„Die Großmächte USA, Russland und China ringen um Einfluss in der Welt.
Gleichzeitig fordert ein knappes Dutzend Krisenherde die Weltpolitik heraus.
Während der Globus sich neu ordnet, hat sich Europa zurückgezogen.“

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Schwimmen, Schießen, Marschieren und mehr IGF/KLF-Abnahme 22. bis 24. März in Stadtallendorf

Die Landesgruppe Hessen führt vom 22. bis 24. März in Stadtallendorf eine Abnahme der Leistungen individuelle Grundfertigkeiten (IGF) und körperliche Leistungsfähigkeit (KLF) für beorderte und unbeorderte Reservisten und Reservistinnen durch. Beorderte müsse diese Leistungen erbringen und nachweisen. Unbeorderte können das freiwillig tun. Die Veranstaltung findet als DVag für Schießen und alle Stationsleitenden statt, für die anderen Leistungen als VVag. Termine: Freitag, 22. März, 16 bis 21 Uhr, Samstag, 23. März, 9 bis 18, Sonntag, 24. März, 9 bis 16 Uhr.

Meldekopf ist unsere Kreisgeschäftsstelle in Stadtallendorf.

Es werden angeboten:

  • Basic-Fitness-Test (BFT)
  • Kleiderschwimmen
  • ABC-Ausbildung (BAS-Stufen)
  • KLF- Marsch (6, 9 und 12 km)
  • Schießen G36-S-9 (altes Schießausbildungskonzept) (Voraussetzungen: mind. G36-S-3 erfüllt oder G36-S-5 geschossen – Nachweis über Schießbuch. Zusätzlich Gehörschutzuntersuchung G20 ist nachzuweisen, dies entfällt für unbeorderte Reservisten.
  • San EH-A Kompetenzerhalt (Auffrischungsmodul)

Verbindliche Anmeldungen für Funktioner und Teilnehmer bis zum 20. Februar auf einem Meldebogen.

Nähere Informationen, Ausschreibung und Anmeldevordrucke auf Anfrage in der Kreisgeschäftsstelle oder in der

Landesgeschäftsstelle Hessen

Moltkering 9

65189 Wiesbaden

E-Mail: hessen [at] @reservistenverband.de

Bei Rückfragen unter:

Telefon: +49 (0)6 11 / 20 52 010

Neujahrs-Schießen der RK Alsfeld

Die Reservistenkameradschaft Alsfeld veranstaltet am 12. Januar zwischen 9 und 12 Uhr im Schützenhaus „Steinkaute“ ihr Neujahrs-Schießen mit KK-Gewehr und Pistole 9 mm

Jahreshauptversammlung der RK Nidda/Nidder

Die Jahreshauptversammlung der RK Nidda/Nidder findet am Freitag, den 15. Februar, in Gedern-Steinberg in der Gaststätte „Adler“ statt.

RK Alsfeld / Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

„Das würde meinen Vater stolz machen“

Heiko Lanz überreicht einen symbolischen Scheck zugunsten des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge an Manfred Görig

Helmut Lanz aus Romrod war Zeit seines Lebens ein Freund und Förderer des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Er war im September im Alter von 74 Jahren verstorben und hatte sich gewünscht, dass anstelle von Kranz- und Blumenspenden Geldspenden zugunsten des Volksbundes gegeben werden mögen. Hierbei war die Summe von 2000 Euro entstanden. Der Sohn von Helmut Lanz, Heiko Lanz, überreichte im Lauterbacher Kreishaus einen symbolischen Scheck an den Kreisvorsitzenden des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Manfred Görig. Der Landrat freute sich sehr über die große Spendenbereitschaft und wird nun den Betrag dem Landesverband Hessen weiterleiten. 

„Helmut Lanz ist vielen Menschen im Vogelsberg begegnet und hat dabei immer auf die gute Sache der Kriegsgräberfürsorge hingewiesen“, bestätigte Manfred Görig. Mit viel Engagement habe Helmut Lanz – auch als Mitglied der RK Alsfeld – für das Andenken der Kriegstoten und zum Teil noch immer Vermissten gewirkt. 

Es sei historisch und moralisch bedeutsam, nach den verheerenden Weltkriegen das Andenken an die Getöteten von Krieg und Gewaltherrschaft wach zu halten. Deswegen rufe er, so Landrat Görig, auch alljährlich als Schirmherr zu Spenden während der Sammelwochen im November auf. Die Bürgerinnen und Bürger im Vogelsbergkreis seien hier zu seiner Freude gerne zu Spenden für dieses wichtige Anliegen bereit. Die mühsame aber unverzichtbare Trauer- und Erinnerungsarbeit könne dadurch aufrechterhalten werden. Die Kondolenzspenden der Angehörigen und Freunde von Helmut Lanz in einer Höhe von 2000 Euro nannte der Landrat im Gespräch mit Heiko Lanz „beeindruckend und sehr lobenswert“. 

Heiko Lanz dankte im Zusammenhang mit der symbolischen Schecküberreichung an Manfred Görig den Spendern für ihre Großzügigkeit im Interesse der wertvollen Arbeit des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Wörtlich sagte der Sohn des Verstorbenen: „Das würde meinen Vater sehr stolz machen, zu wissen, dass diese große Spende dem Volksbund zugutekommt.“

Foto: Erich Ruhl-Bady (Vogelsbergkreis)

Horst Adolf war der große Sieger – RK Lauterbach/Wartenberg

Horst Adolf war der große Sieger

Lauterbach/Wartenberg. OG d. R. Horst Adolph wurde auch in diesem Jahr Vereinsmeister im Schießen bei der Reservistenkameradschaft (RK) Lauterbach/ Wartenberg. Er hatte beim traditionellen Jahresabschluss-Schießen im Schützenhaus in Lauterbach die beste Leistung vor OG d. R. Oliver Dressel und HG d. R. Klaus Peter Walter mit den Vereinswaffen Gewehr und Pistole. Beim Pokalschießen gab es sehr gute Ergebnisse in den Einzeldisziplinen. Sieger mit der Neun-Millimeter-Pistole wurde OG d. R. Horst Adolph mit 95 Ringen vor Andre Döring (88) und OG d. R. Marco Rühl (79). Den .308-Gewehrpokal gewann OG d. R. H.Adolph (95) vor SU d. R. Sascha Stieler (90) und SU d. R. Erich Kern(87). Das Historie-Schießen mit dem K98 gewann ebenfalls der OG d. R. H. Adolph mit 43 Ringe vor SU d. R. Erich Kern (39) und OG d. R Marco Rühl(36). Bei der Jahresabschlussfeier in „Karins Gasthaus“ übereichte der RAG-Schießsport-Vorsitzende OG d. R. Oliver Dressel die Preise an die Sieger. RK-Vorsitzender HG d. R. Günter Janich ehrte an diesem Abend den HG d. R. Reinhold Wagner für 40 Jahre und OG d. R. Oliver Dressel für zehn Jahre Aktivität in der Reservistenkameradschaft mit je einem Präsent.

RK Vorsitzender Günter Janich (Mitte) mit Reinhold Wagner (links) und Oliver Dressler (rechts).
RK Vorsitzender Günter Janich (Mitte) mit Reinhold Wagner (links) und Oliver Dressler (rechts).
Die erfolgreichsten Teilnehmer beim Jahresabschluss-Schießen der RK Lauterbach/Wartenberg. Bilder: Janich
Die erfolgreichsten Teilnehmer beim Jahresabschluss-Schießen der RK Lauterbach/Wartenberg. Bilder: Janich

„Gelbe Schleife“ für „Schwalmstadt Warriors“

Als es Ende 2017 in die Vorbereitung für die neue Football-Saison ging und die neuen Spieltrikots entworfen wurden, kam die Idee der „Gelben Schleife“ auf. Einig Spieler und Organisatoren sind aktive Soldaten oder aktiv im Reservistenverband engagiert. Somit stand schnell fest: „Wir zeigen Flagge, und die ,Gelbe Schleife´ kommt auf die Heim-Jerseys“, so der „Chief of Staff“, Jörg Hebebrand.

Hebebrand, Stabsunteroffizier d. R., Mitglied des Verwaltungsrates des ESV Jahn Treysa und „Chief of Staff“ der „Schwalmstadt Warriors“, ist auch Mitglied im Förderverein Stab DSK e.V. und der RK Mittelhessen (Kreisgruppe Oberhessen). Er nahm Kontakt mit dem Vorstand auf, und jetzt übergab der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Stab DSK, Htpm d. R. Marcello Camerin, im Rahmen des Heimspiels der Mannschaft eine „Gelbe Schleife“. Dabei stellte das Gründungsmitglied des Fördervereins die Ziele des Vereins vor und erläuterte die Bedeutung der „Gelben Schleife“, unter anderem als Ausdruck für der Solidarität mit den im Einsatz befindlichen Soldaten und Soldatinnen. „Dass jeder einzelne Spieler nun eine ,Gelbe Schleife´ auf seinem Trikot trägt, ist neben einer wertvollen ,einzelnen´ Schleife etwas ganz Besonderes“, bekräftigte der Wirtschaftswissenschaftler. 

Vertreter der Reservistenkameradschaft Schwalmstadt, aus der ebenfalls einige Mitglieder der „Schwalmstadt Warriros“ sind, freuten sich über diese Geste der Solidarität der „Warriors“ mit den Soldaten und allen Uniformträgern. Der Vorsitzende der RKSchwalmstadt, Major d. R. Wolfgang Brück, wohnte mit einer Abordnung der RK der Überreichung bei.

„Noch bevor ich mich für vier Jahre verpflichtete, habe ich Football gespielt. Nach meiner Dienstzeit habe ich damit weitergemacht. Was ich beim Football gelernt habe (Disziplin, Zusammenhalt, Einsatzbereitschaft) habe ich während meiner Dienstzeit ebenfalls erfahren und hat mir gerade im Auslandseinsatz geholfen. Die Erfahrungen bei der Bundeswehr, Kameradschaft, die eigenen Bedürfnisse auch mal hinten anzustellen, habe ich dann wieder in meine Arbeit bei den ,Warriors´ und dem ESV Jahn einfließen lassen. Führen durch Vorbild ist eines der zentralen Themen, gerade wenn es um die erfolgreiche Jugendarbeit geht“, so Jörg Hebebrand.

Hintergrund: Von 1960 bis 2007 war Schwalmstadt Standort der Bundeswehr. Auch die US Armee hatte dort Einheiten stationiert. So kam 1987 auch der Football in die Schwalm. Die „Schwalmstadt Warriors“ waren geboren. Bis zu ihrer Auflösung im Jahr 2001 wurde bis in der dritthöchsten deutschen Liga Football gespielt. Danach, auch wegen des Abzugs der Amerikaner und der Schließung des Standortes, „fiel der Football in einen Ruheschlaf“. 2015 wurden die „Schwalmstadt Warriors“ wiederbelebt und in Treysas größtem Sportverein, dem ESV Jahn 1871 Treysa e. V.. als Abteilung aufgenommen.

Bei der Übergabe: Vorne von links, Hautpmann der Reserve Marcello Camerin, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins Stab DSK, rechts Jörg Hebebrand, ganz rechts Major der Reserve Wolfgang Brück, Vorsitzender der RKSchwalmstadt (Bild: Privat)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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